Abendmahl mit Kindern

Im schönen, zerbrechlichen Weinglas schimmert dunkelrot der Traubensaft. Auf einem kleinen Teller liegt ein kleines Stück Brot. Die Bibel liegt offen auf dem Wohnzimmertisch und eine Kerze taucht den Raum in sanftes Licht.

Wir feiern als Familie Abendmahl. Mit unseren Kindern, die 5, 8, 10 und 12 Jahre alt sind. Das läuft nicht immer andächtig ab. Nicht immer ruhig und (meiner Meinung nach) angemessen. Aber ich habe schon vor langer Zeit begriffen, dass mein Alltag heilig ist, auch wenn die Kinder nicht ruhig dasitzen und nicht immer ernst und würdevoll drein schauen. Jesus ist auch dann in unserer Mitte, wenn mein Jüngster rülpst und sich die anderen vor Kichern nicht mehr einkriegen.

Abendmahl ist für das echte Leben gemacht. Das echte, raue, kantige Leben.

Unser christliches Abendmahl wurzelt im jüdischen Pessachmahl, wo Kinder ganz selbstverständlich daran teilnehmen, sogar einen aktiven Part übernehmen. Ihre (liturgischen) Fragen leiten durch die Zeremonie des Erinnerns an den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten.

Unser Abendmahl ist eine Erinnerung daran, dass wir Jesus brauchen. Dass er uns erlöst hat aus unserem Ägypten und uns in die Freiheit geführt hat. Es ist ein Besinnen darauf, auf welcher Seite des Kreuzes wir stehen. Es ist eine prophetische Handlung, die den Opfertod Jesu uns ins Gedächtnis ruft und uns ermutigt, dass das Blut Jesu das ‚bessere Wort spricht‘ (Hebräer 12,24). Es ist eine bewusste Ausrichtung darauf, dass Jesus wiederkommt und unser Leben hier auf der Erde nicht ziellos und sinnlos verläuft. Durch das Abendmahl proklamieren wir, dass wir ‚durch seine Wunden heil geworden sind‘ und dass Jesus ‚unsere Schmerzen getragen hat‘. (Jesaja 53, 4-5).

Das Abendmahl ist ein mächtiges, geistliches Statement und ich lerne mehr und mehr es wie eine Waffe gegen meine Ängste, Sorgen und Zweifel einzusetzen. Es richtet meinen Blick auf das Opfer und den Sieg Jesu und darauf gründet sich letztendlich mein ganzes Leben.

Das Abendmahl ist somit Teil meines geistlichen Lebens und weil ich meine Kinder soviel wie möglich in meine eigene Reise hin zu Jesus mit einbeziehen möchte, ist es ganz natürlich, dass wir gemeinsam Abendmahl feiern.

Unsere Kinder spüren die Heiligkeit. Das trauen wir ‚Großen‘ ihnen oft gar nicht zu, doch Kinder haben ein so viel feineres Gespür für den Heiligen Geist, als wir es oft für möglich halten. Trotz gelegentlicher Rülpser in wirklich unpassenden Momenten.

Wir versuchen die Zeit kurz zu halten, damit die Jüngeren nicht überstrapaziert werden. Am Anfang stellen wir eine kurze Minute des Schweigens, wo jeder in sich gehen kann und sich vom Heiligen Geist Schuld aufzeigen lassen kann. Müssen wir einander um Vergebung bitten? Ist da was in meinem Herzen, das nicht gut ist?
Bis jetzt hat sich in diesen Minuten noch nicht viel an Buße gezeigt – aber ich glaube, das ist ein Trainingsfeld, wo wir unseren Kindern behutsam das Konzept von Sünde aufzeigen können und sie lernen, sensibel dafür zu werden.

Dann beten mein Mann oder ich über dem Brot und dem Saft. Wir preisen Jesus für sein Opfer. Wir danken ihm für alles, was er durch seinen Tod für uns erkauft hat – Vergebung, Freiheit, Frieden, ewige Freude, Lebenssinn. Dann reichen wir Brot und Saft herum und sprechen noch ein kurzes Gebet.

Das war es dann auch schon. Keine große Feierlichkeit, wie man es vielleicht von einem Gottesdienst gewohnt ist – aber ein heiliger, sehr familiärer Alltagsmoment, der unsere Herzen ins Schwingen bringt.

Mein Herz schlägt für Erweckung in Familien. Ich glaube, wir Eltern dürfen ruhig mutiger werden wie wir unseren Glauben vor und mit unseren Kindern ausleben. Es muss nicht immer die niedliche Kinderbibel sein und das auswendig gelernte Tischgebet. Wir dürfen unsere Kinder mit hinein nehmen in unsere feurige Fürbitte, wir dürfen sie heranführen an das Sprachengebet, wir dürfen mit ihnen über Visionen, Träume, Begegnungen mit Jesus reden. Ich glaube, es ist unsere Aufgabe unser Zuhause wie eine Bühne zu bauen, wo Gott jederzeit erscheinen kann. Wir können das Rahmenprogramm gestalten, Minuten der Stille einplanen und uns darauf vorbereiten, dass er wirklich kommen wird.

Mitten hinein in unseren Alltag.

Book Club!

Ich wollte euch gerne darüber informieren, dass es bei Lovelybooks.de eine Leserunde zu meinem Buch geben wird!
Ich finde die Idee genial, weil ich schon länger mit dem Gedanken gespielt hatte einen Online Book Club zu gründen, wo mein Buch diskutiert werden kann, Raum für Fragen und Feedback ist. Nun bietet Lovelybooks die ideale Plattform dafür!

Ihr könnt sogar (wenn ihr euch bis zum 21. Januar bewerbt) eines von 5 Büchern gewinnen. Wenn du schon ein eigenes Exemplar hast, kannst du trotzdem bei der Leserunde mitmachen!

Ich freue mich, wenn ihr dabei seid! Ich glaube, dass es eine wunderbare Möglichkeit ist von Jesus zu erzählen, einander Mut zu machen, neue Leute kennen zu lernen und interessante Diskussionen zu erleben.

Ich selber werde auch dabei sein und bin auf alles gespannt, was das Buch so für Reaktionen auslöst und wie der Heilige Geist mit der überwältigenden Liebe unseres himmlischen Papas präsent sein wird!

Ihr wunderbaren, geliebten Töchter – seid dabei!

Hier geht’s zum Anmelden bei Lovelybooks: LINK

Courage

Kennst du dieses Gefühl? Angst vor der eigenen Courage zu haben? Am liebsten die Zusage wieder rückgängig zu machen? Vom 10 Meterturm wieder runterzuklettern? Aus der Seilbahn auszusteigen? Den langen, steilen Schlittenberg doch lieber runterzulaufen, als mit Karacho runterzufahren?

So fühle ich mich gerade.

Morgen erscheint ganz offiziell mein Buch. Und es ist ein persönliches Buch. Ich erzähle von meinen Abgründen, den dunklen Tälern – von alldem, dass das Leben einem oft so unbarmherzig entgegen schleudert. Ich habe beim Schreiben geweint. Gezögert, ob ich das wirklich tippen soll. Gebetet, gehadert und dann doch an den Verlag geschickt. Weil ich glaube, dass Gott es liebt mit unserer Schwäche zu arbeiten. Er liebt es, weil nichts sonst uns so sehr an sein Herz bindet.
Wenn wir anfangen zu unserem Mangel zu stehen, kann er endlich kommen mit all seiner Fülle.

Und so ist dieses Buch entstanden. Doch es ist gar nicht mein allererstes Buch! Vor ein paar Jahren hat der Kawohl Verlag einen Gedichtband mit Texten von mir herausgebracht. ‚Deine Treue hält mein Herz‘ hieß das und hat sich gar nicht gut verkauft. Das war schwer für mich auszuhalten, weil da auch soviel Herz drin steckte, so viel von mir. Und dann irgendwann hab ich entdeckt, dass es sozusagen auf dem Ramschtisch lag, da wo die Bücher sind, die keiner so wirklich haben will.

Und jetzt hab ich es wieder gewagt. Ich hab ein Buch geschrieben. Ganz anders, als der Gedichtband damals. Viel reifer, viel mehr Seiten, viel mehr von mir. Ich kann es wohl nicht lassen, davon zu erzählen, was ich mit Gott erlebe… Das ist Berufung und Berufung lebt man auch, wenn es weht tut. Wenn es Opfer fordert, wenn andere dich nicht verstehen. Ich habe kein Buch geschrieben, damit man mir applaudiert und den roten Teppich ausrollt. Ich habe das Buch geschrieben, weil mein Herz übervoll ist von dem, was ich gelernt habe mit Jesus. Und weil ich spüre, dass Gott mich dazu herausfordert andere mit meiner Geschichte zu ermutigen.

Wie oft schweigen wir lieber, wenn wir doch spüren, dass es ‚dran‘ ist zu reden. Wie oft beugen wir uns der Menschenfurcht, obwohl wir genau wissen, welchen Auftrag wir haben. Dieses Buch bricht mein Schweigen und meine Menschenfurcht. Ehrlich und ungeschminkt werden mich ab morgen viele Menschen kennen lernen, die mein Buch lesen. Das macht mir schon ein wenig Angst vor meiner eigenen Courage.

Und trotzdem fühle ich mich tief drinnen genau so, wie die Frau auf dem Cover aussieht: bereit, mutig, zielgerichtet. Und auch ein wenig trotzig. Der Feind hat mich nicht klein gekriegt. Es ist an der Zeit, dass wir uns erheben! Wir müssen uns alle in irgendeinem Bereich unseres Lebens aufmachen. Wir müssen uns alle ein wenig mehr verletzlicher machen, zugänglicher für andere. Wir müssen uns alle ein wenig mehr positionieren zu den Füßen Jesu – da wo die Stärke in uns reifen kann und wo wir vorbereitet werden für all das, was Gott für uns vorbereitet hat.

Jetzt stehe ich also auf diesem 10 Meterturm. Ich schaue nach unten und in mir kribbelt alles. Nur noch ein paar Schritte und ich werde springen. Morgen erscheint das Buch. Morgen geht es los.

Ich spüre, wie Jesus an meine Seite kommt. Die Kraft in meiner Schwachheit. Der Mut, wenn meine Angst regieren will. Die Sehnsucht nach mehr, wenn meine Seele sich leer und trist anfühlt.

Jesus macht sich mit mir auf in dieses Abenteuer, das vor mir liegt.
‚Ich sage dir: Sei stark und mutig!‘  (Josua 1,9) Diese Worte sind mein Lebensfundament.

Und jetzt springe ich.

In welchem Bereich deines Lebens fühlst du dich dazu herausgefordert zu springen? Dich aufzumachen? Mutig zu sein? Wo hast du schon viel zu lange gezögert und gehadert?
Manchmal halten uns vergangene Erfahrungen davon ab, es wieder zu wagen. Welche schmerzhafte Erinnerung hält dich davon ab, dich voller Vertrauen aufzumachen?

Gewonnen haben…

Wow, ich bin echt so tief berührt von euren Rückmeldungen auf Instagram, Facebook und hier bei Alltagsliebe….wie schön, dass ihr alle das Buch jetzt schon feiert und so gerne bei der offiziellen Release Party dabei sein möchtet!

Welche zwei Glücklichen den wunderbaren Preis für je eine Übernachtung in den außergewöhnlich schön gestalteten Prayer Homes des Gebetshauses Augsburg gewonnen haben, dazu je ein Ticket für die Release Party und eine signierte Ausgabe von ‚Tochter Gottes, erhebe dich‘  – erfahrt ihr gleich!

Vorab möchte ich noch ein kleines Schmankerl all denen verkündigen, die jetzt nicht gewonnen haben, aber trotzdem sehr gerne bei der Release Party dabei sein möchten. Ich verschenke zusätzlich 6 Tickets für die Release Party am 11.1.2019 im Gebetshaus Augsburg. Wenn du dabei sein möchtest, dann schreibe mir eine Email an info@alltagsliebe.com. Du kannst auch zwei Tickets bekommen, z.B. für dich und deine Freundin! Also, schnell eine Email schreiben! =) 

So, jetzt aber zu den Gewinnerinnen des Alltagsliebe Gewinnspiels: 

Bitte meldet euch bei info@alltagsliebe.com für alle weitere Infos! Ich freue mich euch, bald in Augsburg willkommen zu heißen! 

Release Party und Gewinnspiel

Rückmeldungen

Die Erscheinung meiner zwei Bücher rückt immer näher und ich bin so tief berührt, welche wunderbaren Rückmeldungen mich jetzt schon im Vorfeld erreichen…hier ein paar Kostproben:

‚Dein Titel hat mich bereits gestern so unglaublich tief getroffen, dass ich sehr überrascht war. Das hatte ich noch nie so….
Und heute ist bei mir dadurch ein entscheidender Knoten geplatzt und das obwohl ich dein Buch noch nicht mal gelesen habe.‘

‚Dieses Buch ist zwar noch nicht auf dem Markt (erscheint am 10.1.2019) aber ich durfte schon hinein lesen und Inka von Alltagsliebe hat sich wirklich selbst übertroffen. Dieses Buch ist voller Heilig Geist.‘  (christinawalch.com)

‚Oh, da hab ich auf dieses Buch gewartet. Zwar man sagt: never judge a book from it’s cover. Aber ich glaube bei diesem Buch ist anders. Es wird ein starkes Buch, genau wie der Cover und Titel.‘

‚Das Buch drückt genau aus was ich gerade fühle, fühle mich schon vom Titel sehr angesprochen!‘

‚Der Titel des Buches spricht mich tief im Inneren an.‘

‚Wow… der Titel hat mich sofort ins Herz getroffen. Kämpfe gerade mit meinem Leben und tue mir schwer aufzustehen… Es ist ein Wechsel aus „Kämpfen wollen“ und „nicht können“ oder das Gefühl zu haben „es nicht zu schaffen“… ‚

‚Das Buchcover springt mich förmlich an. Und inhaltlich klingt es als stünde da etwas drin, das ich hören muss.‘

Ein Grund zum Feiern! 

Ein Grund zum Feiern!

Als ich damals das erste Mal den noch unfertigen Entwurf des Covers zugeschickt bekommen habe, war ich wirklich überwältigt. Das Bild mit der Frau, müde und erschöpft, aber trotzdem voller Mut und Kampfbereitschaft, ist prophetisch. Genau da stehen so viele von uns. Wir haben lange Jahre des Kampfes hinter uns, oft ohne Aussicht auf Sieg. Wir fühlen uns ausgelaugt und trotzdem erahnen wir, dass sich nun etwas ändern wird. Der Wind hat sich gedreht. Gott hat unser Rufen gehört, er hat unsere Verzweiflung gesehen. Es ist an der Zeit, dass wir unser Schwert ergreifen – das Wort Gottes – und uns den Riesen in unserem Leben stellen. Wir werden siegreich sein, denn wir sind mehr als Überwinder (Römer 8,37). 

Das ist ein Grund zu feiern!

Gott ruft uns Frauen. Er hebt uns auf aus dem Staub. Er kleidet uns mit Festgewändern. Er setzt uns eine Krone auf. Er schenkt uns Würde und Identität. Das Buch ‚Tochter Gottes, erhebe dich‘ ist durchdrungen mit Gottes Herzschlag für seine Töchter. Mit der wunderbaren Botschaft, dass Freiheit möglich ist! Und schon alleine deshalb ist einen Tag nach Erscheinungstermin eine Release Party geplant. Ich möchte feiern, was Gott durch dieses Buch tun wird. Ich möchte feiern, dass Jesus uns befreit hat von allen Ketten der Angst, der Unsicherheit, der Depression, des Kleinglaubens, der Hoffnungslosigkeit, der falschen Bequemlichkeit.

Gewinnspiel

Am 11.1.2019 findet im Gebetshaus Augsburg eine Release Party für ‚Tochter Gottes, erhebe dich‘ statt! Mit Sekt und Lobpreis, Gebet und Gemeinschaft möchte ich dieses Buch in die Welt hinaussenden. Und DU kannst dabei sein! Denn ich verlose hier zwei Tickets für diesen Abend. Doch damit nicht genug: du bekommst eine Nacht in den wunderbaren Prayers Homes des Gebetshauses Augsburg geschenkt (jeweils ein Einzelzimmer, 11.1.-12.1.2019) und eine (wenn du magst signierte) Ausgabe von ‚Tochter Gottes, erhebe dich‘. 

Alles, was du tun musst, ist bei Alltagsliebe Facebook oder bei meinem privaten Instagram Account bis zum 19.12.18 einen Kommentar zu hinterlassen. Die Namen der zwei Gewinner veröffentliche ich hier auf Alltagsliebe, mit deiner Teilnahme erklärst du dich damit einverstanden. Die evtl. entstehenden Reisekosten sind nicht Teil des Gewinns. 

Ich freue mich, dich vielleicht bald hier in Augsburg bei der Release Party zu sehen!

Kleine Baustelle

Ihr Lieben,

momentan wird Alltagsliebe etwas aufpoliert und ich bitte euch um Verständnis, dass vielleicht das Eine oder Andere nicht so leicht zu finden ist, Links noch nicht funktionieren etc. Das sollte hoffentlich alles bald wieder in Ordnung sein. =)

Schön, dass du hier vorbei geschaut hast!

Viele Segensgrüße,

Deine Inka

Der Countdown läuft…

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Ich kann mich noch so gut daran erinnern, als jene Email vom SCM Verlag in mein Postfach flatterte: ob ich mir vorstellen könne, ein Buch zu schreiben?

Ich war gerade dabei für unseren Urlaub zu packen und zwischen halbvollen Koffern und einer langen to-do-Liste tippte ich meine Antwort zurück: Ja, natürlich!!

Schon als Teenager war es mein großer Wunsch, ein Buch zu veröffentlichen. Mit 11 hab ich angefangen in ein kariertes DINA5 Heft einen Roman zu schreiben. Über ein Mädchen, das nach Amerika auswandert. Leider ist dieses Heftchen zwischen all den Umzügen in meinem Leben verloren gegangen. Das würde ich jetzt zu gerne nochmal lesen.
Dann hab ich Gedichte geschrieben, hingekritzelt auf Einkaufszettel, Servietten und in mein Tagebuch. Momente, eingefangen und verewigt. So hab ich viele Gefühlsachterbahnen, Herzschmerz und Zukunftsfragen bearbeitet. Das geschriebene Wort hat mich sozusagen durch meine Teenagerjahre getragen und geführt.

Und jetzt kam – aus dem Nichts – diese Anfrage, ob ich ein Buch schreiben möchte. Ein Traum wurde wahr.
Im Urlaub dann hab ich viel Zeit zum Beten gehabt und habe viel nachgedacht. Über was soll ich schreiben? Für wen soll ich schreiben? Mir war ganz schnell klar, dass ich kein Thema abarbeiten möchte, zu dem es schon 100 andere Bücher gibt. Mir war klar, dass ich nicht theoretisch bleiben will, sondern vom Herzen weg schreiben möchte. Mir war klar, dass Gottes Herzschlag aus diesem Buch heraus pulsieren soll. Dass es auch ein unbequemes Buch werden soll, dass herausfordert und Dinge in Frage stellt.

Weil ich zu diesem Zeitpunkt selber gerade durch eine sehr schwierige Zeit ging und an allen Ecken und Enden meines Lebens herausgefordert war, spürte ich recht schnell: darüber möchte ich schreiben. Ein Buch für Frauen, die sich nicht mit weniger als dem Besten zufrieden geben, das Gott für sie hat. Ein Buch für Frauen, die verletzt wurden, die bitter geworden sind, die sich ein bequemes Leben abseits ihrer Berufung eingerichtet haben. Ein Buch für Frauen, die ahnen, ich bin zu mehr geschaffen. Ein Buch für Weltveränderinnen und Kämpferinnen. Kurz: ein Buch für alle Frauen, die Sehnsucht haben nach Jesus, nach Heilung und die voller Stärke einen Unterschied in dieser Welt machen wollen.

Mein Herz fing Feuer.

Wieder zurück vom Urlaub setzte ich mich voller Tatendrang an den Computer und tippte mit zitternden Fingern das Probekapitel. Ausgerechnet das Kapitel, wo ich mich am meisten öffne und am tiefsten in meine ganz persönlichen Seelenabgründe blicken lasse. Denn das war mir auch klar: ich will ein ehrliches Buch schreiben. Ein authentisches Buch. Kurz bevor ich es zum Verlag schicken wollte, bekam ich es mit der Angst zu tun. Zweifel plagten mich. Ist das zu offenherzig? Wer soll schon an meiner Geschichte interessiert sein? Kann ich überhaupt ein ganzes Buch schreiben? Schaffe ich das?

Ich klickte schließlich auf Senden – und seitdem ist mein Leben nicht mehr dasselbe. Die Rückmeldung vom Verlag war für mich überwältigend positiv und ich fing an mein Buch zu schreiben. Kapitel für Kapitel, Herzschlag für Herzschlag. In diesem Buch ist alles drin, was mich antreibt, was mich zu der Person macht, die ich heute bin. Mein Buch wurde zu einem leidenschaftliches Plädoyer für Weiblichkeit im Sinne Gottes. Ein Zuruf an die Frauen dieser Generation: steht auf, erhebt euch, es ist an der Zeit, das ihr das Leben ergreift, das euch in Jesus zusteht! Es ist Zeit für Heilung, für ganze Herzen, für kompromisslose Leidenschaft!

Immer wieder spürte ich beim Schreiben den Heiligen Geist, wie er auf den Worten, die ich in meinen Laptop tippte, ruhte. Manchmal war das gar nicht ich, die schrieb, sondern Jesus in mir. Immer wieder kamen mir die Tränen, weil ich die Leidenschaft spürte, die er für seine Töchter hat. Grenzenlose, unbeschreibliche Liebe.
Oh, wie sehr ich mir wünsche, dass dieses Buch ein Türöffner sein wird, dass Gottes Liebe wie ein breiter Fluss zu deinem Herzen hin fließen kann…

Du weißt, wie sehr mir Erweckung auf dem Herzen liegt. Ich glaube fest, dass wir in einer Zeit leben, wo Gottes Reich sich in noch nie gekannter Dimension auf der Erde sichtbar machen wird. Und es fängt bei uns an…in unseren Herzen. Sobald wir ‚ja‘ sagen zu Jesus, ein uneingeschränktes, kompromissloses ‚ja‘ – dann bricht der Himmel durch. Und dieses Buch ist so ein ‚ja‘. Es ist mein ‚ja, zu alldem, was Gott durch mein Leben tun möchte und ich bete, dass es auch dein ‚ja‘ werden wird. Dass du dich einladen lässt auf das Abenteuer deines Lebens!

Doch nun bist du bestimmt gespannt, wie das Buch denn nun heißt und wie das Cover aussieht, oder? Ich war MEGA gespannt und konnte es kaum abwarten, bis ich Titel (bei dem ich mithelfen konnte) und Cover (das mich komplett überrascht hat) sehen konnte. Und ich muss sagen: es ist super geworden. Das Titelbild ist – finde ich – schon eine Message in and of itself; da braucht es fast keine Worte mehr.

Und, tadaaaa  – here it is:

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Mein Buch. Gottes Botschaft an uns Frauen. Und ganz viel Herz in jedem einzelnem Wort. Gefällt es dir? Was macht das Cover mit dir? Mit mir macht das ganz viel – und das ist GENAU mein Anliegen für dieses Buch: das wir NICHT stehenbleiben, wo wir gerade sind. Das wir uns HERAUSFORDERN lassen, dass wir zulassen, dass es auch mal UNBEQUEM ist und dass wir vor allem uns aufmachen zu KÄMPFEN!

Was mich noch riesig freut, ist die Tatsache, dass dieses Buch eine Zwillingsschwester hat. Es kommt nämlich nicht alleine daher, sondern wird begleitet von einem Workbook:

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Wenn das Hauptbuch der Motor ist, dann ist dieses Kleingruppenmaterial das Benzin. Denn in unsere Berufung und in eine tiefe Beziehung zu Jesus kommen wir nur GEMEINSAM! Kein einsam mehr! Es ist an der Zeit, dass wir Frauen zusammenrücken, ehrlich werden, lernen füreinander zu beten, einander zu ermutigen und füreinander einzustehen.

Als der Verlag mir den Vorschlag machte, zusätzlich noch ein Kursbuch zu schreiben, war ich komplett überwältigt. Wie sollte ich das zeitlich schaffen? Aber ich bin so, so dankbar, dass ich es gewagt habe – denn ich finde, ohne das Kursbuch hat das Hauptbuch nicht dieselbe Durchschlagskraft. Denn wir müssen lernen, die Prinzipien aus ‚Tochter Gottes, erhebe dich‘ umzusetzen und das geht nicht alleine im stillen Kämmerlein, das geht nur in Gemeinschaft mit anderen Frauen, die eine ähnliche Sehnsucht haben. Ich habe die Vision, dass dieses Kleingruppenmaterial große Durchbrüche für Frauenfreundschaften schaffen wird. Dass wir nicht nur lernen, uns zu öffnen, sondern dass wir auch, geistlich gesehen, Waffenschwestern werden. Dass neue Dienste geboren werden, weil sich zwei oder drei Frauen zusammen schließen. Dass Wunden der Einsamkeit geheilt werden, weil ein Raum für Gemeinschaft geschaffen wird. Dass Frauen miteinander erkennen, welch unglaubliche Stärke in ihnen wohnt, durch den Heiligen Geist!
Also – Benzin und Motor, Schießpulver und Feuer, Meer und Sonnenuntergang. Diese zwei Bücher gehören zusammen. Wenn du das Hauptbuch kaufst, kauf dir das Workbook gleich mit und starte eine Kleingruppe oder Zweierschaft oder fange an für jemanden eine Mentorin zu sein. Du wirst es nicht bereuen, du wirst daran wachsen und reifen – davon bin ich überzeugt.

Beide Bücher können bereits im SCM Online Shop vorbestellt werden. Ich freue mich jetzt schon auf eure Rückmeldungen und auf das, was Gott tun wird.

Erhebe dich, du wunderbare, geliebte, gefeierte Tochter Gottes. Gott hat ein großes verheißenes Land für dich – dort am Horizont; siehst du es schon? 

‚Wie der Titel schon sagt, ist dieses Buch alles andere als nur ein besinnliches Andachtsbuch. Es ist ein Weckruf, mitunter auch ein liebevoller Tritt in den Hintern. Nicht wenige Frauen bleiben in ihrer schmerzhaften Vergangenheit stecken.
Andere wiederum richten es sich bequem in der häuslichen Idylle von Beziehung und Familie ein. Doch wir sind zu mehr berufen als zu privatem Glück!

Wo sind Frauen, die aufstehen und in ihrer Würde die Welt verändern?‘

Jutta Hartl

Buß – und Bettag

Ich bin heute morgen mit diesem Bibelvers im Kopf aufgewacht:

‚…und (wenn) mein Volk, das meinen Namen trägt, dann Reue zeigt, wenn die Menschen zu mir beten und meine Nähe suchen und zu mir zurückkehren, will ich sie im Himmel erhören und ihnen die Sünden vergeben und ihr Land heilen.‘
2. Chronik 7,14

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Heute ist Buß-und Bettag. Ein Tag mit großem geistlichen Gewicht, der meistens überhaupt nicht wahrgenommen wird. Vorhin hab ich mit meinem Kindern darüber gesprochen, was Buße überhaupt bedeutet. Marit, unsere 8jährige Tochter, die sich bald taufen lässt und im Taufkurs die Bedeutung dieses Wortes gelernt hat, antwortet wie aus der Pistole geschossen: Umkehr. Ein Abwenden von Sünde. Eine 180 Grad Wende.

Der Buß-und Bettag berührt wunde Punkte in uns. Buße tun und beten – das erfordert Demut. Das erfordert, dass ich mich mit meiner dunklen Seite beschäftigen muss, dass ich zugeben muss, so toll bin ich eigentlich gar nicht. Nett getünchte Fassaden fallen in sich zusammen, wenn Buße in unserem Leben Einzug hält und Stolz wird entlarvt, wenn wir unseren Kopf zum Gebet neigen. Sich einer höheren Macht unterordnen, den eigenen Willen loslassen, sich beugen unter die Hand Gottes – das stößt uns oft bitter auf.

Und doch ist das genau der Schlüssel zur Heilung und Wiederherstellung. Für uns persönlich, aber auch für unser Land. Es ist an der Zeit, Unrecht beim Namen zu nennen, Sünde als Sünde zu bezeichnen und zurückzukehren zu der Weisheit Gottes. Schon längst denken wir, wir wissen alles besser. Das zieht sich durch die Jahrhunderte wie ein vergifteter Fluß, aus dem wir trinken. Das Wort Gottes wird bequem zurecht gestutzt und wir basteln uns ein Wohlfühlevangelium. Dabei verbauen wir uns den Weg zu der Fülle des Lebens, die Jesus uns verspricht, wir verfehlen das Ziel, wir laufen ins Leere. Ich glaube, dass es höchste Zeit ist, uns wieder darauf zu besinnen, was Gott in seinem Wort sagt und seine Wahrheit zum Fundament unseres Lebens zu machen.

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Heute morgen am Frühstückstisch habe ich mit meinen Kindern darüber geredet, worüber Deutschland als Nation Buße tun muss. Wir redeten über Abtreibung, Antisemitismus, Rassismus, Ungerechtigkeit in der Pflege, Gender. Soviel Unrecht, soviel Zielverfehlung. Die kindliche Erschütterung zu sehen, als wir über Abtreibung redeten und was ‚da eigentlich gemacht wird‘, rührte mein Herz zutiefst. Wir Erwachsenen sind oft schon so abgestumpft, so gewöhnt an soviel Böses, dass es unser Herz nicht mehr bewegt. Wir arrangieren uns mit der Ungerechtigkeit dieser Welt und ignorieren die Missstände in unseren Gesellschaften. Wir passen uns an.

Heute ist mein Herz aufgewühlt und ich spüre, dass der Heilige Geist mich persönlich in die Buße zieht. Buße für mein Land. Buße für mich und meine Verfehlungen. Lass dich heute auch einladen diesen Weg zu gehen, der sich ganz unbequem für unser bequemlichkeitliebendes Wesen anfühlt. Der so ganz gegen den Strom unserer Vorlieben geht.

Du kannst Buße tun, stellvertretend, für deine Nation, z.B. für

  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Abtreibung
  • Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich
  • Nazischuld
  • falsches Verhalten der Politik gegenüber Israel

Du kannst Buße tun für dich selbst und für deine Familie, z.B. für

  • Missgunst und Neid
  • ein Abwenden von Gott
  • Nazivergangenheit
  • Stolz
  • Nachtragen von vergangenen Streitigkeiten

Ich glaube, dass Gott uns auf den Weg der Buße führt, weil er zum einen ein gerechter Gott ist, der vor Unrecht und Sünde nicht die Augen verschließen kann und zum zweiten, weil auf der anderen Seite von Buße Heilung und Wiederherstellung auf uns wartet.

Unser Vater im Himmel will das Beste für uns und wir verpassen das so oft, weil wir uns nicht unter seinen Willen beugen und nicht den Weg der Buße wählen.

 ‚Aber vergesst nicht das Wort der Schrift: »Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschließt eure Herzen nicht gegen ihn, wie die Israeliten es taten, als sie sich auflehnten.‘

Hebräer 3,15

Möge der heutige Buß- und Bettag ein Tag der weichen Herzen sein, die sich hinwenden zu ihrem himmlischen Vater, Vergebung erfahren und Heilung empfangen.

 

 

 

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Wo beginnt Erweckung?

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Gestern habe ich ein interessantes prophetisches Wort gelesen. Darin hieß es u.a.:

Das Wohnzimmer zu Hause wird mehr und mehr zum Hauptfokus und zur Hauptattraktion. Die Gläubigen werden gelehrt werden, wie man die Gegenwart Gottes zu Hause einladen und pflegen kann, bevor man damit anfängt Gottes Gegenwart in Gemeinden zu erwarten.‘ (Jeremiah Johnson)

Bevor ich weiterschreibe, möchte ich gleich vorab klar stellen, dass das kein Wort gegen die lokale Gemeinde oder Kirche ist. Im Gegenteil. Dieses Wort beinhaltet den Schlüssel dazu, dass Gemeinden wieder und vermehrt das werden, zu dem sie berufen sind: Licht in der Dunkelheit, Hafen für Sünder, Stimme für Gerechtigkeit, Raum für Erweckung und Ort für Zeichen und Wunder.

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Der Punkt ist der: wenn wir Erweckung erleben möchten, dann wird Erweckung nicht in der Kirche ihren Anfang nehmen, sondern in den Häusern derer, die in die Kirche gehen. Gott bereitet große Bewegungen, großes Wirken, große Gläubige im Verborgenen, im Kleinen, im Unscheinbaren vor. Mose wurde als Baby versteckt und wuchs mit falscher Identität auf, David lernte sein Vertrauen, seine Abhängigkeit von Gott beim Schafe hüten und in Höhlen, wo er sich vor seinen Feinden verstecken musste. Gideon gehörte dem kleinsten Stamm Israels an und wurde selbst dort, innerhalb seiner Familie, nicht wahrgenommen. Selbst Jesus war in seinen ersten dreißig Lebensjahren entweder auf der Flucht, im Ausland oder arbeitete einen ganz normalen Job als Zimmermann. Gott liebt es große Geschichten im Kleinen zu beginnen, wohl auch, um unser Herz zu prüfen, ob wir wirklich an Bord sind, ob unser Herz wirklich für seinen Willen schlägt, ob wir die große Vision erahnen können, obwohl alle Umstände dagegen sprechen. ‚Wer im Kleinen treu ist, wird auch im Großen treu sein‘ (Lukas 16,10). Das zu verstehen ist gerade für Erweckung so wichtig. Wir halten Ausschau nach der nächsten großen Konferenz, dem nächsten Highlight, der nächsten bewegenden Predigt, weil wir hoffen, dass da endlich ein Funke überspringt, Veränderung kommt und unsere Sehnsucht nach mehr von Jesus erfüllt wird.

Dabei wartet der Heilige Geist die ganze Zeit vor unserer eigenen Haustüre, um eingelassen zu werden. Erweckung beginnt bei uns zu Hause. Wie soll ein Feuer in einer Kirche oder Gemeinde zum brennen anfangen, wenn die Mitglieder zu Hause um die kalte Asche sitzen? Wie kann Gottes Gegenwart sich manifestieren, wenn wir lediglich am Sonntag für zwei Stunden ihm unsere Aufmerksamkeit schenken, aber unter der Woche so leben, wie jeder andere auch? Wie soll Gott mit seiner unglaublichen Großzügigkeit in unser Leben hineinkommen, wenn alles, was wir geben, das obligatorische Opfer am Sonntag ist? Dass uns, wenn wir ehrlich sind, oft überhaupt gar nichts kostet?

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Wir sind dazu herausgefordert unser Zuhause, unserer vier Wände Jesus zu weihen. Und damit wird Glaube persönlich. In unseren Wohnzimmern ist Glaube keine Show mehr, weil hier das echte Leben stattfindet, die Streitigkeiten, der Neid, die lauten, unbedachten Worte, die herumliegenden Socken und unsere ganzen Sorgen und Ängste. Zuhause, in unseren Wohnzimmern verstellen wir uns nicht, hier kann unser Herz, unverschönt und echt, auf Jesus treffen. Hier kann gelernt werden Tränen zu weinen beim beten, hier können schiefe Töne beim Lobpreis gesungen werden, hier kann getanzt werden, als würde niemand zusehen, weil wirklich niemand zusieht. Hier kann echter Glaube gelebt und ausprobiert werden. Hier kann geklagt werden, gefragt werden, gezweifelt werden. Unsere Wohnzimmer symbolisieren Echtheit, Unverfälschtheit. Und genau danach sucht der Heilige Geist.

Was mich oft traurig macht, wenn ich mir Gemeinden, Kirchen und Christen in unseren Breitengraden ansehe, ist der Showcharakter und das lauwarme ‚vor-sich-hin-leben‘, ohne feurige Vision, ohne brennendem Glauben. Das ‚Gut-aussehen-wollen‘, obwohl hinter den Kulissen alles zusammenfällt. Die Unfähigkeit authentisch zu sein. Das Überfordert-sein mit Gebet, Anbetung, Hingabe. Der Kleinglaube, das Arrangiert-sein mit Kompromissen. Der Mangel an Freiheit, an Ganzheit. Erweckung würde all diese hübsch getünchten Mauern einreißen und oft kaputte, marode Fundamente offenbaren. Erweckung fordert großen Glauben und absolute Hingabe. Erweckung erfordert Echtheit. Die Frage ist: sind wir in unseren Gemeinden überhaupt dazu bereit?

Das prophetische Wort, das ich am Anfang zitiert habe, transportiert den Gedanken, dass unsere Idee von Kirche, von Gemeinde verändert werden muss. Größer werden muss. Spezifischer. Eigenverantwortlich. Dass sich unser Leben als Christ nicht mehr nur hauptsächlich in den heiligen Räumen eines Kirchengebäudes abspielt und vielleicht höchstens noch ein mal pro Woche in einem Hauskreis. Wenn Kirche in unserem Wohnzimmer ankommt, dann hat das das Potential unser Leben auf den Kopf zu stellen. Wir werden Dinge hinterfragen müssen. Wir werden mit unseren Kompromissen konfrontiert. Unser Lebensentwurf kommt auf den Prüfstand. Unser Verlangen nach Sicherheit, nach einem gut gepolsterten Bankkonto wird beleuchtet. Wir werden uns testen lassen müssen, wie tief unser Glaube wirklich reicht. Wie echt unser Glaube eigentlich ist. Sind wir dazu bereit?

Was unsere Welt heute braucht, sind Christen, die, gefestigt in ihrem Glauben und überfließend von der Liebe Gottes, die Botschaft vom Kreuz erfahrbar und erlebbar machen. Durch einen radikalen Lebensstil der Hingabe. Durch das Niederlegen von Menschenfurcht, durch offenes, mutiges zeugnishaftes Leben. Durch das Aufstehen für Gerechtigkeit, das Festhalten an biblischen Werten, egal was der Zeitgeist für Ideen hat. Sind wir dazu bereit?

Erweckung hat einen Preis. Ich sehne mich danach, den Himmel auf die Erde kommen zu sehen, ich sehne mich nach Zeichen und Wundern, ich sehne mich nach Gemeinden, die lebendig, zielorientiert und Jesus komplett hingegeben sind. Ich sehne mich nach Aufbruch, nach neuem, kompromisslosen Glauben. Das alles beginnt hier, in meinem Wohnzimmer. In meinem Esszimmer, wo ich gerade am Tisch sitze und tippe. In der Küche, im Schlafzimmer. Hier in der kleinsten Zelle der Gesellschaft, der Familie. Wenn hier Funken gezündet werden, wenn hier ein Feuer brennt, dann kann ein Flächenbrand entstehen. Auch in unseren Gemeinden. Aber nicht nur. In Städten, in Firmen, in Rathäusern, in Kindergärten, in Schulen…eben überall dort, wo wir hingehen. Denn wer einmal für Jesus brennt, zündet andere an. Das Feuer lässt sich nicht eindämmen, wenn wir ‚Ja‘ dazu sagen. Egal, was es uns kostet.

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Die einzigen, die Erweckung verhindern können, sind wir selbst. Wenn wir uns im Wege stehen mit unserer Religiosität und unserem Egoismus. Ich glaube, es ist an der Zeit, ganze Sache zu machen. Die Bequemlichkeit über Bord zu werfen. Jesus ganz zu vertrauen und nicht mehr zu schauen, was wir am meisten aus der Sache herausholen können, sondern wie wir uns mehr und effektiver im Reich Gottes einbringen können. Selbstlose Nachfolge ist das, was unsere Welt braucht. Und was uns wirklich reich machen würde.

Erweckung startet Zuhause, mit uns. Inmitten von unserem Mangel und unseren Unzulänglichkeiten. Inmitten von unserem Kleinglauben und unserer Angst. Genau hier kann und will die größte Kraft, die es im Himmel und auf der Erde gibt, zünden.

 

 

 

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