Weihnachtswunder

Es ist jedes Jahr dasselbe: kurz vor Weihnachten geht mir die Puste aus. Ich fühle mich überwältigt, innerlich leer und es ist ein bisschen so, wie in einem Auto zu sitzen, das auf eisiger Fahrbahn sich einfach nicht auf Kurs halten lässt. Immer driftet es leicht ab, egal wie sehr man das Lenkrad im Griff hat.

Weihnachten. Das bedeutet alles mögliche und es bedeutet auch: verzweifelte Herzen. Erst gestern sagte mir eine Therapeutin, die Notgespräche häufen sich um die Weihnachtszeit enorm. Schmerzen lassen sich nicht mehr deckeln, ungute Erinnerungen schwimmen an der Oberfläche wie Fettaugen auf der Suppe. Und Weihnachten bedeutet Konsumchaos. Neulich las ich, dass glückliche Kinder keine materiellen Geschenke brauchen. Meine Kinder müssen kreuzunglücklich sein. Seit August erzählt mir mein Jüngster, was er sich zu Weihnachten wünscht und mein anderes Kind kalkuliert ganz genau, welche Geschenkewünsche sie sich besser für den Geburtstag aufhebt. Und an Weihnachten ist längst nicht mehr alles heilig: Netflix ist gehörig ins Fettnäpfchen getreten, als der Onlinesender in Brasilien einen Comedy Clip veröffentlicht hat, in dem Jesus als schwul dargestellt und lächerlich gemacht wird.

Während ich versuche meine Weihnachtsgefühle auf die rechte Bahn zu lenken, obwohl ich über Zeitnot, Müdigkeit und Ablenkung schlittere und während die Welt eher weniger über den wahren Sinn von Weihnachten nachdenkt, passiert etwas in einer unscheinbaren Stadt in Nordkalifornien. Ein kleines Mädchen stirbt im Schlaf. Am Morgen des 14.12. bemerken die Eltern Kailey und Andrew, das ihre zweite Tochter Olive tot ist. Doch sie bereiten nicht die Beerdigung vor – sie starten eine Lobpreisbewegung. Hunderte Menschen treffen sich seit Tagen in der Bethel Gemeinde in Redding zu nonstop Gebet und Anbetung, der Hashtag #olivewakeup ist mittlerweile weltweit ein Trend. Ich bin gepackt und verunsichert. Darf man das? Darf man einfach die Augen vor einer Realität verschließen? Den Tod einfach übergehen, Hoffnung haben, wenn es doch keine Hoffnung gibt? Der Name des kleinen Mädches, Olive Alayne,  bedeutet ‚Große Erweckung‘ – massive awakening. Es wird längst schon nicht mehr nur in Nordkalifornien gebetet, Christen auf der ganzen Welt stimmen mit ein in den Lobgesang und rufen mit großem Glauben: Girl, wake up! In meinem Herzen hallen Worte nach. Das kenne ich. Jesus hat das auch gesagt. ‚Talitha kum.‘ ‚Sofort stand das Mädchen auf und ging umher; es war zwölf Jahre alt! Und alle waren sehr darüber erstaunt.‘ (Markus 5, 42)

Ich staune über den großen Glauben der Eltern. Ich staune über den Mut sich gegen die Mauer des Todes zu stellen und fast trotzig zu sagen: Jesus hat den Tod besiegt. Es ist vollbracht. Ist das nicht auch die Botschaft von Weihnachten? Hoffnung inmitten von Hoffnungslosigkeit? Der Himmel auf Erden? Wunder? Zwischen all dem Kitsch und Kommerz ist vielen von uns das Herz, der Kern von Weihnachten verloren gegangen. Auch mir.

Was macht das mit dir, wenn du liest, da akzeptieren Eltern den Tod ihrer Tochter nicht? Sie sind überzeugt, Gott hat mit diesem Mädchen noch etwas vor. Es ist für sie sonnenklar, dass das ein vorzeitiger Tod ist, dass das nicht Gottes Plan ist und deswegen kämpfen sie im Gebet und Lobpreis für ein Wunder. Schüttelst du den Kopf über soviel Naivität? Ärgert dich diese Anmaßung? Schließlich sterben ständig überall auf der Welt Kinder und alle Eltern empfinden das als Ungerechtigkeit. Überfordert dich dieser Glaube? Hat man den Tod nicht einfach zu akzeptieren? Mir gingen all diese Fragen in den letzten Tagen durch den Kopf und trotzdem bete ich mit. Denn wenn Weihnachten mir nicht den Glauben schenkt, dass alles möglich ist, dann muss ich mich fragen: warum feiere ich überhaupt dieses Fest?

Ich glaube – egal wie die Geschichte mit Olive ausgeht, ob sie bei Jesus bleibt oder noch einmal auf die Erde zurückkehrt – ich glaube, dass Gott uns aufweckt. Erweckt. Zu neuem Glauben. Größeren Erwartungen. Schärferem Verständnis dafür, zu was wir als Christen berufen sind. ‚Macht die Kranken gesund, erweckt die Toten zum Leben, heilt die Aussätzigen und treibt böse Geister aus.‘ (Matthäus 10,8)

Dieses Weihnachten wird anders werden. Für mich ganz persönlich. Dieses kleine Jesuskind, wie ein Passahlamm in Tüchern gewickelt, gekommen um geschlachtet zu werden, hat alles für immer verändert. Den Tod vor Augen. Sein ganzes Leben. Den Tod vor Augen, damit er ihn besiegen kann. Das ‚Es ist vollbracht‘ hallt durch jedes Zeitalter und was wäre, wenn wir zu der Generation werden, die diesen Ausruf in all seiner Radikalität begreift?

Ich glaube, es wird gerade Geschichte geschrieben. Gott ruft seine Kirche zu absoluter Hingabe, radikalem Glauben. Ja, das sind starke Worte. Das wollen viele gar nicht so gerne hören, schon gleich gar nicht beim Plätzchen naschen und ‚Kling Glöckchen‘ singen. Unser Glaube soll brav und kontrollierbar bleiben, wie ein Geschenk in Glitzerpapier eingepackt unter dem Weihnachtsbaum liegen, ungefährlich und zahm. Doch mit nettem, angepassten Glauben wird die Welt nicht verändert werden.

Wird Olive wieder zurück kommen? Ich weiß es nicht. Aber in mir ist etwas zu neuem Leben erwacht, weil dieses Kind starb: Sehnsucht nach mehr. Sehnsucht, den Himmel auf die Erde krachen zu sehen mit all seiner Herrlichkeit und Macht. Sehnsucht, Kranke gesund zu sehen, Lahme laufend, Taube hörend, Blinde sehend. Sehnsucht nach Wundern, nach mehr von Jesus, Sehnsucht danach das Vollbrachte, das mit dem Blut Jesu gekaufte, in meiner Realität greifen zu können.

Das ist Weihnachten. Wunder, Hoffnung, Zuversicht. Veränderte Welt. Der Moment, wo Himmel und Erde zusammen kommen. Alles ist nun möglich.

 

(Einer der Gottesdienste von Bethel, in dem für Olive gebetet wurde)

 

13 Kommentare zu „Weihnachtswunder“

  1. Liebe Inka, Gott kann Wunder tun, er tut es jedoch oft anders als wir wünschen. Nic Vuicic wurde nicht geheilt und hat Tausende durch seine fehlenden Arme und Beine zum Glauben geführt und gesegnet. Dasselbe gilt für Joni Earickson und Samuel Koch! Was theologisch in der Bethel Church seit Jahren an Irrlehre abläuft ist mittlerweile unerträglich! Wir sollen nicht den Himmel auf die Erde zurückholen indem überall Zeichen geschehen und jede Krankheit weggebetet/ verleugnet wird, wir sollen vorbereitet werden für die Ewigkeit! Das Ziel unseres Glaubens auf der Erde ist nicht Wohlstand und Wunscherfüllung sondern Glaubensgehorsam. Ich wünsche dieser Gemeinde, dass sie durch dieses Schicksal zurückkommen zum Evangelium, dass sie aufwachen und sich abkehren von diversen Falschlehren, die dort leider inzwischen kursieren und viele Menschen verführen.

    1. Liebe Annett, danke für deinen Kommentar. Was du schreibst, heißt doch im Umkehrschluss, nur weil viele Menschen nicht geheilt werden, darf man nicht weiter um Wunder beten/hoffen? Unser Gott ist so wunderbar groß und kann selbst aus größtem Schmerz Segen entstehen lassen und mit und durch Krankheit arbeiten – aber bedeutet das, wir müssen Krankheit hinnehmen? Wenn du das Vater Unser betest, dann betest du den Himmel mit all seinen Realitäten auf die Erde: ‚Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.‘ Jesus hat uns einen ganz klaren Auftrag gegeben: ‚Heilt die Kranken, weckt die Toten auf.‘ Oder wie verstehst du diese Bibelstelle? Was meinte Jesus, deiner Meinung nach, als er sagte, wir würden größere Dinge als er tun? (Johannes 14,12). Dieser hingegebene Glaube, den ich gerade in der Bethel Gemeinde sehen kann, inspiriert mich. Das ist das ’normale Christentum‘. Das ist keine Irrlehre, sondern ausgelebtes, ernst genommenes Evangelium. ‚Der Tod ist verschlungen in den Sieg.‘ (1. Korinther 15,55) Das zu proklamieren, wenn man direkt mit dem Tod konfrontiert ist – das ist bewundernswerte Nachfolge. So eine Herzenshaltung wünsche ich mir und dir. Liebe Grüße, Inka

      1. Liebe Inka, natürlich sollen wir um Heilung bitten, wir können dies aber nicht einfordern und behaupten, dass es unter Christen in Bethel kein Krebs mehr gebe. Das tut Bethel. Genau dadurch werden Christen manchmal psychisch krank oder verzweifeln am Glauben. Unser Lebensziel ist nicht den Himmel herabholen, wie es die Emergent Church proklamiert. Unser Ziel sollte sein, den Himmel zu bevölkern und die Hölle zu plündern…das ist etwas grundlegend anderes. Manchmal gebraucht Gott tatsächlich Leid um uns tiefer zu führen. Je länger ich im Glauben gehe, desto klarer wird mir dies. Bethel verkündet allerlei Irrlehre, sie legen sich auf Gräber toter Gottesmänner und betreiben sog. soaking…sie prophezeien im Stil von Wahrsagerei und legen Tarotkarten. In der letzten Zeit wird es Verführung geben auch in den Reihen von Christen, auch das sagt die Bibel sehr deutlich. Die Schriften von Bill Johnson sind erschreckend, Hast du mal die „Physik des Himmels“ gelesen?
        Ich empfehle dir mal die Predigten von Joni mit dem Titel: Deeper healing!!Deine unkritische Position zu dem derzeitigen Geschehen kann ich leider nicht teilen!
        VG Annett

        1. Liebe Annett, indem wir den Himmel auf die Erde holen, indem wir den Vater repräsentieren und die Werke tun, die auf seinem Herzen sind, bevölkern wir den Himmel. Wenn die Menschen das Himmelreich (die Liebe Gottes, die nur unser Bestes will) schmecken und sehen können, dann wird der Himmel bevölkert, weil sich Menschen zu Jesus bekehren. Jesus hat immer die Liebe des Vaters gezeigt, indem er heilte, den Menschen nahe kam, mitweinte….usw. das ist auch unsere Berufung. Ich denke, da sind wir auf einem Nenner, oder? Niemand spricht hier von einfordern. In Bezug auf Bethel bist du falsch informiert. Es wird dort nicht behauptet, es gäbe dort keinen Krebs, aber es ist, soweit ich weiß, der Wunsch von Bill Johnson, dass der Krebs besiegt wird. Wer wünscht sich das nicht? Wenn du mein Buch gelesen hast oder eine Weile diesen Blog schon verfolgst, dann weißt du, dass ich ‚Wüstenzeiten‘ großen Wert beimesse. Es ist in den schwierigen Zeiten, im ‚Glutofen des Leidens‘, wo unser Glaube gestärkt und geformt wird. Niemand sagt, dass das Leben immer ‚happy clappy‘ ist, auch Bethel nicht. Wie die Menschen dort gerade mit Leid, unbeantworteten Gebeten usw. umgehen, beeindruckt mich zutiefst. Wusstest du, dass Bill Johnsons Vater an Krebs gestorben ist? Wie er damit umgegangen ist, ist sehr berührend. Das Soaking ist nichts anderes als ruhig werden vor Jesus. Mit instrumentaler oder leiser Lobpreismusik kombiniert. Ich mache das selber und profitiere sehr davon. Das mit den Tarotkarten und Wahrsagerei ist ebenfalls nicht richtig. Gott schenkt prophetische Worte, die konkret in das Leben anderer hinein sprechen und damit Veränderung bewirken. Das hat mit Wahrsagerei überhaupt gar nichts zu tun. Oft sind es auch nur Bibelverse, die genau auf die Situation passen, die ein Mensch durchläuft. Sog. ‚words of knowledge‘ sind von Gott eingegebene Informationen, die wiederum ein Türöffner für prophetische Zusagen sind. Ich selber empfange das auch und kann dir versichern, dass das mit Hokuspokus rein gar nichts zu tun hat. Die Sache mit den Tarotkarten hat gar nichts direkt mit Bethel zu tun. Das ist eine Ministry aus Australien, die vor allem die New Age Leute auf dem Herzen hat. Sie gehen auf New Age und Esoterik Messen (was für ein Mut!!) und haben dort ein Zelt, wo Leute sich ‚ein Wort‘ geben lassen können. Es werden tatsächlich Karten gelegt, aber die haben mit Tarotkarten so viel zu tun, wie Feuer mit Wasser. Es sind Türöffner um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die andernfalls nie das Evangelium hören würden. Das ist eine mächtige Evangelisationsarbeit und viele Menschen bekehren sich. Ich bin grundsätzlich sehr vorsichtig andere Dienste/Gemeinden/Strömungen innerhalb des christlichen Kontextes zu verteufeln und zu verdammen. Keiner von uns macht alles richtig, wir sind alle Menschen auf die Gnade Jesu angewiesen. Aber mit dem Finger aufeinander zeigen und sich übereinander zu erheben, ist niemals hilfreich. Es ist ja vollkommen in Ordnung, wenn du mit Bethel und deren Art nichts anfangen kannst. Aber ich wäre vorsichtig, sie so zu verurteilen. Liebe Grüße! Inka

          1. Liebe Inka, wir Christen werden im NT immer wieder dazu aufgefordert wachsam zu sein und zu urteilen, falsche Lehren zu benennen und uns davon zu distanzieren. Dass du selbst soaking praktizierst ist allerdings wirklich befremdlich! Bethel lehrt ein Kingdom -Now-Evangelium, welches sehr gefährlich ist! Wahrsagerei und Prophetie sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.Übrigens verwechsele ich diese nicht, wie von dir unterstellt! Ich komme aus einer charismatischen Gemeinde und bin im Bilde… Lies doch mal die Physik des Himmels aus Bethel – pure Esoterik im frommen Mäntelchen! Ich würde dir mehr Vorsicht wünschen mit deiner Plattform und weniger Belehrung anderer Einschätzungen! Annett

        2. Liebe Annett, mich würden deine Quellen interessieren wo Bethel behauptet das es keinen Krebs mehr in ihrer Gemeinde gibt, das sie sich auf Gräber toter Gottesmänner legen und warum, wo steht das in Bethel Tarotkarten gelegt werden, auch worauf du dich beziehst das sie im Stil von Wahrsagerei prophezeihen. Ich möchte mir gerne ein eigenes Bild machen. Vielen Dank.

          1. Es gibt sehr viele Quellen im Netz zu all dem und ich habe Verwandte, die dort lange vor Ort waren. Vg A.

          2. Liebe Annett, hier wird niemand ‚belehrt‘. Ich erzähle von meinen Erfahrungen. Das ist keine theologische Seite, sondern eine sehr persönliche. Was du an Soaking befremdlich findest, erschließt sich mir nicht. Wirst du nie ruhig vor Gott und nimmst dir Lobpreismusik als Hilfe dazu? Du kannst das ja nennen, wie du möchtest….es tut mir echt leid (und das meine ich ernst und nicht ironisch), dass du mit Bethel schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich weiß, dass es da einige Menschen gibt, die ähnlich empfinden. Ich persönlich bin nur gesegnet durch diese Gemeinde. Ich wünsche dir wunderschöne gesegnete Weihnachten! Inka

  2. Hallo Inka!
    Eine ganz berührende Geschichte, die gerade mit Olive und ihrer Familie passiert. Mein Mann und ich haben uns vor ein paar Jahren auf den Weg gemacht, solche Wunder für wahr zu halten (nicht nur theoretisch, so wie früher, sondern in echt). Wir haben für einen Freund gebetet, der plötzlich aus dem Leben gerissen wurde, daß er doch wieder aufersteht. ich habe mich vollkommen darauf eingelassen und jeglichen Zweifel ausgeräumt. Ich dachte, dass sei nötig, damit das Wunder passiert. Leider ist es nicht passiert und ich bin aufgeknallt, ganz hart auf meinen Glaubensboden. Wie ein Hochseilartist ohne doppelten Boden. Zu erleben, daß die unsichtbare Welt kein Kindergarten ist und ganz gewaltig mächtig und zwar beide Seiten, hat mich voll umgehauen.
    Ich versuche die Bruchstücke meines Glaubens momentan wieder zusammen zu puzzeln. Manches passt nicht mehr. Neue Teile kommen plötzlich hinzu. Grundsätzlich sehe ich alles genau so wie du: Gott kann alles und wir sind beauftragt in seinem Namen Wunder zu tun. Ich traue mich nur nicht wieder ganz daran. Ich habe nicht mehr für jeden (Glaubens-) Topf einen Deckel, kann Gottes Tun oder NIcht-Tun nicht mehr schön reden oder rundlutschen, so daß es passt.
    Ich habe gelernt, Gott ist unberechenbar für uns Menschen. Er ist groß, stark, wild und gleichzeitig die Sanftmut schlechthin.

    Aber ich möchte wieder mutig werden, dem Teufel die Macht hier auf Erden immer wieder entreißen und ihm gehörig in den Arsch treten!!

    Und trozdem hab ich auch immer wieder Zweifel und bin verunsichert, wenn Gott nichts tut. Wie passt das zusammen? Ich weiß es (noch) nicht.

    Liebe Grüsse von
    Bianca

    1. Liebe Bianca, ich kann deine Gedanken/Gefühle so gut nachvollziehen. Gott zu glauben mit allem, was dazu gehört, hat einen hohen Preis. Und hier auf dieser Erde stoßen wir immer wieder an Grenzen, erleben, dass Gebete scheinbar nicht gehört werden, sterben Menschen, die uns lieb sind, grassieren Krankheiten um uns herum. Und trotz all dieser Mauern immer wieder auf die Knie zu gehen und Gott anzubeten und Großes von ihm zu erwarten – dafür braucht es Mut und Gottvertrauen und kindlichen Glauben. Ich lerne mehr und mehr, dass die Tatsache, dass Gott gut ist, über all meinen Fragen und Zweifeln stehen soll. Dann brauchen wir nämlich nicht alle Antworten, weil dieses Wissen genug ist…zu oft bauen wir unsere Theologie um unsere Enttäuschungen herum und stellen uns nicht auf das, was die Bibel sagt. Ich will dir (und mir…) Mut machen, wieder ganz neu groß und verrückt zu beten. Und ich will dir sagen: Jesus sieht dein Herz, deinen Schmerz und deine Fragen und er liebt dich unendlich. Lass dich überwältigen von seiner Güte…liebe Grüße, Inka

  3. Liebe Annett, könntest du mir nicht doch bitte die Quellen im Netz zu den von dir gemachten Aussagen benennen. Habe dazu schon gegoogelt, aber nichts genaues zu genau den von dir gemachten Aussagen zu Bethel gefunden. Nur Aussagen zu anderen Sachverhalten. Deshalb hatte ich auch die Frage zu deinen Quellen gestellt. Mich würde wirklich interessieren, wo du genau das was du in deinem Anfangskommentar zu Bethel geschrieben hast, also das mit den auf Gräbern legen, Wahrsagerei, Karten legen usw. gelesen hast, um mir selbst ein Bild zu machen. Also wenn es dir nicht zu große Umstände macht, würden mir dazu genaue Quellen wirklich weiterhelfen.

  4. ….fragt bei alldem auch einer: Gott, was ist eigentlich dein Wille?
    Jesus betete auch kühn,dass Gott den Kelch an ihm vorübergehen lassen soll und ein Wunder geschieht und gleichzeitig sagte er….aber dein Wille geschehe.. er konnte Gott Gott sein lassen.
    Diese Haltung imponiert mir.

    In den dunklen Stunden menschlichen Leids und unbeantworteten Gebeten trotzdem an Gott festzuhalten erscheint mir persönlich oft als größeres Wunder….

  5. Seitdem ich deine Zeilen gelesen habe liebe Inka, denke ich an Olives Familie. Es lässt mich nicht einfach so los… und das ist gut so.

    Dieses Leben, das wir alle geschenkt bekommen haben ist besonders in diesen Tagen übertönt von kitschiger Weihnachtsmusik und all dem „Ich muss noch dies und das tun BEVOR es endlich ruhig werden darf.“

    So oft hat man dann aber doch genau davor Angst: Ruhe. Als Mama ganz besonders. Immer dann wenns „zu ruhig“ ist weiß man, zumindest bei Kleinkindern, die machen jetzt Quatsch… als ich dann von Olive las war mein Gedanke „Und plötzlich ist es ganz, ganz ruhig.“ Und innendrin der wahrscheinlich größte Sturm und lauteste Geschrei, das man sich vorstellen kann.

    Ich leide so sehr mit! Und ich will bei all dem Nichtglauben dieser Menschen in diesen Zeiten GLAUBEN, dass Gott kann. Das er Wunder tun kann, größer viel, viel größer als wir es fassen können.

    Was auch immer in Bethel gerade passiert GOTT IST MITTENDRIN. Er IST da und das glaube ich ganz fest… ganz egal wer wie seinen Glauben lebt und mit welchen Mitteln man Gott näher kommt! Gott kann Berge einstürzen lassen und Meere teilen und Segen in brennendem Schmerzen fließen lassen… Gott kann!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top