Weinen lernen

Ich habe gestern bei Instagram und Facebook ein Selfie hochgeladen, wo ich nicht super schön, super geschminkt oder super relaxt aussah – sondern super verheult.

Gestern Vormittag fühlte ich mich einfach überwältigt, müde, ausgelaugt, überfordert – und die Tränen flossen. Ich hab mich dazu entschieden ein Foto von meinem miserablen Zustand zu posten, weil es absolut okay ist, zu weinen. Es ist absolut okay sich schwach und hilflos zu fühlen. Es ist okay Emotionen zu zeigen.

Ich will Mut machen zu einem authentischen Lebensstil. Ich will Mut machen, dass wir die schön getünchten Fassaden einreißen und ehrlich miteinander umgehen.

Heute habe ich ein kurzes Video aufgenommen (wieder lächelnd!), wo ich ein wenig davon erzähle, dass es in Ordnung ist zu weinen und erkläre dass wir in solchen Tiefpunkten nicht hängen bleiben müssen und wie wichtig es ist, dass wir füreinander da sind.

Geht’s dir gerade nicht gut? Oder kennst du jemanden, dem es nicht gut geht? Ich hoffe, dass dich dieses Video ermutigt.

4 Kommentare zu „Weinen lernen“

  1. Menschenkind

    Liebe Inka, tolle Gedanken zu den Tränen, zum Trauigsein – einfach zum „Echt sein“!

    Meine Erfahrung als Kind und Heranwachsender war, dass ich meine Gefühle nicht zeigen durfte…vor allem nicht meine Wut und meine Bedürftigkeit – darauf wurde entweder nicht reagiert oder mit Sanktion. Die Folge war, dass ich irgendwann angefangen habe, meine Wut und sonstige Gefühle selbst zu sanktionieren, in Schach zu halten und tief zu vergraben.
    So brachte ich über die Hälfte meines Lebens mit Depressionen zu. Dafür ohne Tränen…und ohne Gefühle.

    Ich bin ziemlich überzeugt davon, wenn ich damals nicht bereits Gott in mein Leben übergeben hätte (mit 7 Jahren), dass ich dann bereits seit langem tot wäre. In den schlimmsten Zeiten hat er mir liebe Menschen zur Seite gestellt, die sich stundenlang mit mir zusammen gesessen hatten…teilweise schweigend (wie bei Hiob die Freunde).

    Und seit 20 Jahren etwa steige ich langsam und zuversichtlich aus dem finsteren Tag auf…und komme durch das Tal der Tränen…ich habe manchmal das Gefühl, dass ich noch Tränen für 1000 Jahre habe…aber das stimmt nicht! Vor Jesus ist es total okay, dass ich weine. Wenn ich in Lobpreis gehe oder bete dauert es meist keine Minute und ich heule wie ein Schlosshund…nicht weil ich wirklich traurig bin, sondern weil ich so gerührt bin. Es berührt mich zutiefst, wie Jesus mich liebt und gerettet hat (nicht nur in meinem Leben, sondern in meiner Freiheit).

    Manchmal weine ich vor Schmerz für die Welt. Das bringt mich näher an das Vaterherz und zeigt mir ein bisschen, wie Gott uns sieht. Autsch…das tut ganz schön weh. Meine Antwort darauf? Fürbitte.

    Und vorletzte Woche habe ich von Gott ein besonderes Geschenk bekommen…einen Schlüssel der Freude. Ich wusste vorher, dass ich einen Schlüssel bekommen sollte, aber nicht wofür. Als ich ihn dann überreicht bekam gab es einen prophetischen Eindruck, dass einer ein Schlüssel der Freude ist…und ich musste spontan lachen und konnte nicht mehr aufhören. Also…jetzt suche ich nach dem Schloss in der Gewissheit, dass Gott noch viel mit mir vor hat.

    Für alle, die traurig sind, verzweifelt, alleine, einsam, sich hilflos fühlen: Gott sieht dich! Selbst wenn du ihn nicht spürst – ER IST DA! Genau für deine Traurigkeit ist Jesus gestorben! Und er wird Traurigkeit in Lachen verwandeln.
    Der Prediger sagt: Für alles gibt es eine Zeit!
    Ich sage: Gott verwandelt Tränen in Gold! In meinem Leben hat er es gemacht! Nicht weil ich so toll bin, sondern weil ich mich an ihn hänge.

    Zu dem Schlüssel gab es noch ein Wort aus Offenbarung 3,8: „Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.“

    Seid gesegnet! Und Inka, danke für deine Offenheit!

    Lieben Gruß vom Menschen(Gottes)Kind Thomas

  2. Elzbieta Latanowicz

    Hallo Inka. So lange ich denken kann…habe ich nur geweint. Ich hab ein Meer von Tränen schon geweint…und weine immer noch. Gerade lese ich Dein Buch „Tochter Gottes“ und bin in dem Kapitel über das Waisenkind angekommen…. ich bin so ein Waisenkind …..kann jeden Satz unterschreiben. Schon vor Jahren betete ich nach einen Treff , möge Gott den Vaterbild in mir heilen. Ich hatte zwar einen Vater….aber er war nie für mich da. Hatte mir nie geholfen … nie etwas gegeben… nie gesagt, dass er mich lieb hat. Und obwohl Gott zeigte mir, dass Er Freude empfindet wenn Er mich sieht (Zeph.3:16) ..konnte ich das nicht so annehmen….Vor zwei Jahren bin ich zusammen gebrochen und bin in der Klinik gelandet wegen schweren Erschöpfungsdepression. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens…langsam kehre ich zurück ins Leben…und möchte nun mein Leben komplett Gott, meinem Papa überlassen. Und alle meine Wunden von Ihm heilen lassen. Ich möchte endlich nach Hause….als geliebte Tochter …zurück kommen und kein Waisenkind mehr sein!!!
    Sei gesegnet und Dankeschön für Dein Zeugnis, liebe Inka!

    Ella

  3. Liebe Inka,
    wow, so ermutigend und positiv deine Worte zu diesem Thema! Vielen lieben Dank dafür! 😊🙏🏻
    Ich lese übrigens gerade Teil 1 deines Buches „Tochter Gottes“ und finde, dass hinter deinen Worten unglaublich viel Kraft steckt. Sooo gut! 😍
    Mach weiter so und sei überreich gesegnet von unserem großen, liebenden himmlischen Vater! 😊🙏🏻
    Ganz liebe Grüße
    Katharina

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