Alles anders

Alles fühlt sich anders an. Natürlich – wir leben seit einem Jahr auf einem anderen Kontinent. Finden uns in einer bekannten und doch fremden Kultur zurecht. Jeder Tag ist noch immer eine Herausforderung Land einzunehmen, sich heimisch zu fühlen, anzukommen, zurecht zu kommen – mit dem Neuen. Dem Anderen.

Es sollen Wurzeln wachsen in neuer Erde. Und es ist mühsam. Es ist so anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Wem geht es ähnlich? Man muss ja keinen internationalen Umzug machen, um sich wie auf einem anderen Planeten zu fühlen. Was ist nur alles in den vergangenen zwei Jahren passiert? Alles steht Kopf, was selbstverständlich schien ist schon lange nicht mehr verlässlich. Unsere Fundamente wackeln.

Das ist das Thema, mit dem ich mich immer wieder rumschlage. Ich würde es gerne ad acta legen. Ich würde gerne einfach weitermachen. Ich würde gerne mein altes Leben zurückhaben, wo alles so vorhersehbar schien. Ich kann nicht anders als mich immer wieder mit dem Neuen konfrontieren zu lassen, mich einer Welle ausgeliefert zu fühlen, die mich erbarmungslos immer weiter von dem bekannten Ufer wegträgt – hinaus auf ein Meer, das so bedrohlich auf mich wirkt.

Alles ist anders und ich versuche mich in dieser Andersartigkeit zurecht zu finden und meinen Platz neu zu erobern. Und ich merke dabei, dass ich mich in all den Veränderungen selbst ein Stück weit verloren habe – wer bin ich eigentlich? Was macht mich aus? Was ist mir wirklich wichtig? Worum geht es?

Eigentlich eine Gnade. Mitten im Leben angehalten zu werden und solch fundamentalen Fragen gestellt zu bekommen. Wie gut, alles auf den Prüfstand zu stellen und genau hinzusehen, wo mich sonst alltägliche Geschäftigkeit einfach weitergetrieben hätte.

Ich schaue also auf mein Leben – nehme neue Perspektiven ein, versuche meine Prioritäten zu ordnen. Versuche meinem Leben einen festen Platz zu geben in dieser verrückten Welt.

Und ich merke dabei: Gott gibt mir einen neuen Rhythmus vor. Es geht ganz viel nach innen, nicht so sehr nach außen. Ich muss aufpassen, dass ich nicht aus Gewohnheit die ‘alten’ Sachen mache und mich vielmehr leeren lasse und Neues empfange. Das ist die große Herausforderung für uns alle: Das Loslassen, obwohl das Neue noch nicht sicht- und greifbar ist. Diese eigenartige Mitte, das zwischen- den-Stühlen stehen auszuhalten.

Ich merke, wie ich reflexartig das Alte wiederbeleben möchte, wie meine Füße den ausgetretenen Pfad suchen. Und wenn ich dann die bekannten Wege gehe, fühlt es sich eigenartig leer und leblos an. So wie ein vorher prall gefüllter Luftballon, dem nun die Luft ausgeht. Habe ich den Mut stehen zu bleiben und auf das zu warten, was Gott vorbereitet? Oder bleibe ich doch in dem hängen, das mein Leben jahrelang bestimmt und geprägt hat? Was kann ich mitnehmen in diese neue Ära, was muss zurückbleiben?

In all den Veränderungen ist es so wichtig, dass meine Sinne geschärft werden für das, was Gott tun möchte. Ich will ganz sensibel werden für das Werken und Reden Gottes. Mehr als jemals zuvor. Wie leicht lasse ich mich ablenken! Wie leicht lasse ich mich entmutigen!

Wie schwer und verwirrend diese Zeit auch sein mag – sie schafft einen Raum für neue Dimensionen des Glaubens.

Eine neue Tiefe.

Eine neue Ernsthaftigkeit.

Eine neue Ehrfurcht. 

Ein neues Level von Hingabe.

Ein neues Verständnis von Gottes Wirken.

Eine innere Leere, die nur Gott füllen kann.

Ein neues Ausrichten.

Das Neue, das Andere macht uns bewusst, wie sehr wir Jesus brauchen. Wie wenig wir auf unsere Kraft vertrauen können. Wie wenig wir eigentlich wissen. Wie schnell sich alles ändern kann und wie töricht menschliche Weisheit sein kann. Diese Welle, die so viele von uns gerade vor sich herschiebt – möge sie uns die Arme Gottes treiben. Möge sie in uns eine neue Liebe entfachen für den, der auf dem Wasser geht. Mögen wir unseren Stolz in diesem Meer verlieren und uns ganz neu dem Willen Gottes unterordnen. Mögen wir nicht bitter und hart werden, sondern weich und formbar.

Jesus, ich schaue auf dich. Ich warte auf dich! Du bist konstant in allen Veränderungen. Du bist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Du bringst Ordnung in mein Chaos. Du bist mein Ziel, mein Wegweiser, mein Weg.

Ich folge dir auf diesem unbekanntem Pfad. Geh du voran!

Küchentischgedanken – Wie auf der Baustelle

Am Montag ging wieder ein kurzer Input bei YouTube online! Ich rede darüber, wie Gott alte Fundamente erschüttert und neue Fundamente gießt, wie er Mauern abbaut und Neues aufbaut. Baustellen schauen erstmal nach Zerstörung und Chaos aus – aber es steckt ein genialer, genau ausgetüftelter Plan hinter all dem Dreck und Durcheinander. Vertrau den Bauplänen Gottes, ordne dich ihnen unter und erlaube das Umbauen und Abtragen und neu aufbauen. Ich hoffe, die Küchentischgedanken sind wieder ein Segen für dich und ich freue mich, wenn du dem Video ein Like gibst, es kommentierst und mit deinen Freunden teilst!

 

Küchentischgedanken

Es ist schon ein wenig her, seit ich meinen letzten Input bei YouTube hochgeladen habe. Immer wieder erreichen mich Nachrichten von Menschen, die von diesen Inputs profitieren und der Gedanke blieb im Hinterkopf, dass ich irgendwann wieder anfangen möchte Videos für meinen Kanal zu drehen. Das Ganze ist recht zeitaufwendig und in unserem Übergangszuhause habe ich nicht wirklich einen guten Platz finden können. Doch endlich haben wir wieder einen eigenen Küchentisch, eine schöne Kulisse und ich habe meinen Kopf frei für neue Inputs! Juhuu!

Ich plane jeden Montag ein neues Video in der Serie ‘Küchentischgedanken’ zu veröffentlichen. Ein kurzer, geistlicher Input, der dir Mut und Hoffnung machen soll. Ich habe die Serie so genannt, weil ich finde, dass man am Küchen- oder Esstisch wunderbare, tiefgehende und auch lebensverändernde Gespräche haben kann. Küchentische sind Kanzeln, Therapiecouchen und Geborgenheitsorte. Und gerade für Mütter sind Küchentische der Ort, wo sie die Familie sammeln, wo Austausch stattfindet und von Herz-zu-Herz gesprochen wird. Küchentische sind tatsächlich heilige Orte.
Ich freue mich, wenn du die Videos kommentierst und und ihnen ein Like schenkst – das ist eine große Unterstützung für meine Arbeit. Und wenn du magst, kannst du meine Arbeit auch ganz praktisch unterstützen, indem du unter dem Video in der Beschreibung auf den PayPal Link klickst. Danke dafür!

Zusätzlich zu den Küchentischgedanken ist noch eine weitere Serie in Planung – christliche Meditationen. Ich habe für mich selber einmal christliche Meditationen auf deutsch gesucht und auf YouTube kaum etwas finden können. Das soll sich jetzt ändern – denn ich habe in herausfordernden Zeiten bibelbasierte Anleitungen zum Innehalten und ruhig werden als unglaublich wertvoll erlebt und möchte diese Erfahrung gerne weitergeben. Dazu bald mehr.

Hier jetzt erst einmal mein erstes Video aus der Serie ‘Küchentischgedanken’. Ich freu mich über dein Feedback! Sei gesegnet.

Neues Land

Die letzten Jahre und Monate waren nicht einfach. Ich persönlich war auf so vielen Ebenen herausgefordert und spürte, wie Gott mich in einen tiefen Reinigungsprozess führte. Er forderte mich heraus Altes loszulassen, Liebgewonnenes abzugeben, Sicherheiten zu verlassen und mich aus dem sicheren Boot auf das Wasser zu begeben. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, dass ich in den Wellen untergehe. Dass ich Schmerz und Einsamkeit nicht mehr aushalte, dass ich zurück will ‘in mein altes Leben’. Wem ging es die letzte Zeit ähnlich?

Ich bekomme auf Instagram und auf meinen neuen Newsletter so viele Rückmeldungen, dass sich viele in Situationen befinden, die meiner gleich sind. Es hat sich in den letzten Jahren eine Orientierungslosigkeit breit gemacht und eine Unsicherheit, wie es nun weitergehen soll. Viele spüren wie ihr Fundament bröckelt und wankt und Dinge, die zuvor selbstverständlich waren, nicht mehr zuverlässig sind.

Gott führt uns in neues Land! Es ist ein Abenteuer und jedes Abenteuer fordert Opfer. Natürlich könnten wir jetzt auch den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass wir irgendwie heil auf der anderen Seite ankommen. Aber im voran gehen, im Prozess liegen viele große und kleine Lektionen verborgen und es ist für unsere geistliche Reife und für unseren Glauben so wichtig, dass wir diese Lektionen mitnehmen und aus ihnen lernen. Ich spüre ganz tief, wie Gott uns vorbereitet und trainieren möchte – nimmst du das auch so wahr?

Wir wohnen nun seit über einem Jahr in den USA. Aus einem geplanten Sabbatical wurde nun eine unbestimmte Zeit. Wir wurden herausgefordert Gott im Nebel zu vertrauen und lediglich auf Sicht zu fahren. Wir haben Gott unser Ja in einer zutiefst unsicheren Zeit ganz neu geschenkt und spüren langsam wie der Nebel sich lichtet. Monate gefüllt mit Fragezeichen, Tränen, Heimweh und Enttäuschungen lassen wir zurück und gehen offenen Blickes und sehr gespannt in die Zukunft. Und wir wollen andere mit hinein nehmen in diese Begeisterung über das Neue, das Gott tun möchte!

Ich persönlich habe so viel gelernt und lerne immer noch…und mein Herz brennt für das, was Gott vorbereitet hat. Das ist kein guter Zeitpunkt den Kopf in den Sand zu stecken – vielmehr möchte ich wie ein neugieriges Kind alles in mich aufsaugen, was um mich herum passiert. Dabei ist es so wichtig, auf was ich meinen Fokus richte – das Böse, das wild um sich schlägt oder wie Gott sein Reich baut? Das was mir genommen wurde oder den Segen, den ich empfange? Lasst uns in diesen Zeiten ein dankbares hoffnungsvolles Herz kultivieren und unser Blickwinkel wird sich wie von selbst ändern.

Nachdem ich eine lange Wüstenwanderung hinter mir habe, bin ich absolut begeistert wie ich nach und nach mehr Blumen entdecke und Wasserströme und neues Leben:

  • Noch vor ein paar Monaten wusste ich nicht so recht, wie Gott mich gebrauchen möchte. Ich fühlte mich innerlich leer und dachte, ich habe nichts mehr zu geben. Wie dankbar bin ich, dass Gott mir neues Leben und neue Vision eingehaucht hat und ich nun langsam wieder anfangen darf zu planen und zu visionieren. Das macht mich so lebendig und so hoffnungsfroh! Vor allem legt mir Gott ganz neu und ganz tief die Tochter Gottes Message auf’s Herz. Ich dachte, ich hätte schon alles gesagt und getan – doch ich glaube, da kommt noch mehr. Ganz viel bewege ich noch im Gebet, aber ich bin schon voller Vorfreude, was Gott vorbereitet hat! Stay tuned!
  • Jeremy und ich bereiten auch gerade ein Coaching Angebot vor für Ehepaare und Einzelpersonen und möchten darin unsere Insights und Lebenserfahrungen bezüglich Berufung und Leben mit Jesus weitergeben. Mehr Infos folgen bald!
  • Zusätzlich arbeite ich auch an Online Kursen, die dir dabei helfen tiefer zu gehen mit Jesus, Angst & Sorge abzulegen, Heilung zu empfangen und mutig deine Berufung zu ergreifen. Auch hierzu gibt es bald neue Infos.
  • Diesen Blog, der mich schon so lange begleitet, werde ich auch wieder aufleben lassen und mich regelmäßig mit einem Blogpost melden! Wenn du den Blog noch nicht abonniert hast, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt.
  • Ich freue mich riesig, dass mein neues Newsletter Format so viel Anklang findet und sich schon viele neue für den Verteiler angemeldet haben. Wenn du 3 Mal in der Woche einen kurzen, knackigen Input erhalten möchtest, der sich perfekt als Gedankenanstoß für deine Stille Zeit eignet, dann melde dich hier an.
  • Meine Arbeit mit ätherischen Ölen geht natürlich auch weiter und ich freue mich über jede Person, die neu zur BLOOM Community dazu kommt! Ganz frisch habe ich eine Facebook Gruppe eingerichtet, wo auch Interessierte dabei sein können und sich ganz unverbindlich über ätherische Öle im allgemeinen und Young Living im besonderen informieren können. Herzliche Einladung!
  • Ich bin auf den letzten Metern ein neues Buch fertig zu stellen…ich freue mich schon euch bald mehr Infos dazu geben zu können!

Wenn du gerade durch eine schwierige Zeit gehst, dann will ich dir Mut machen. Da ist Licht am Ende des Tunnels und es ist Licht mitten im Tunnel. Denn Jesus, das Licht der Welt, ist an deiner Seite. Und er wird dich durch diese Phase hindurch bringen. Mache dein Herz nur so weich wie möglich vor ihm und erlaube ihm tief in dir zu arbeiten. Je bereitwilliger wir ihm unser Ja schenken, desto leichter gehen diese ‘Herzoperationen’ vor sich.

Ich freue mich von dir in den Kommentaren zu hören! Wie geht es dir in diesen Zeiten? Wie ermutigt dich Gott dran zu bleiben?

 

In der Woche vor Ostern…

Der Lärm muss unbeschreiblich gewesen sein. Erhobene Hände, Menschen dicht gedrängt auf den Straßen, Staub in der Luft, Kinder auf Schultern, diejenigen in der letzten Reihe auf den Zehenspitzen um einen Blick zu erhaschen. Das Rascheln der Palmzweige, die aufgeregten Unterhaltungen, das hastige Ausziehen von kostbaren Mänteln, Jacken, Tuniken. Die engen Gassen von Jerusalem werden Zeuge von einem königlichen Einzug, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Jesus, der rebellische Rabbi, der in kein Format, kein Schema passt und in Menschen eine Sehnsucht auslöst. Jesus, der von sich sagt, er sei der Messias, Sohn Gottes, der Jahweh, dessen heiligen Namen man nicht komplett auszuschreiben wagt, seinen ‘Abba’ – Papa nennt. Dieser Mann, der Leprakranke berührte, mit Sündern an einem Tisch saß, der Prostituierte nah an sich heran ließ, der mit den Samaritern freundlich umging. Was für ein gegensätzlicher Mann! Er muss der Messias, der Befreier sein, der den Römern endlich die Stirn bot und Freiheit dem Volk Israel brachte. Wenn nicht er, wer dann?!

Der Lärm muss unbeschreiblich gewesen sein. Erboste Gesichter, Fäuste in den Himmel gereckt, schrille, hasserfüllte Schreie. Menschen dicht gedrängt, die Wut brodelt wie ein Lauffeuer, die Enttäuschung entzündet sich wie ein Flächenbrand. Vereinzelt liegen noch zertrampelte Palmzweige auf den dreckigen Straßen. Die Euphorie ist längst verflogen. Der Messias hat seinen Auftrag nicht erfüllt und ist wie ein Lamm zum Schlachter gegangen, anstatt wie ein Löwe den Schlachter zu zermalmen. Keine Freiheit, die Unterdrückung geht weiter, kein Ende in Sicht. Dieser Mann, der doch von sich behauptete der König der Juden zu sein, der Sohn Gottes steht nun wie ein jämmerliches Häufchen Elend da. Die Haut blutig und voller Schrammen, das Gesicht zerkratzt, die Hände gebunden. Da steht er, ein Betrüger muss er sein, ein dahergelaufener Lügner, ein Hochstapler! ‘Kreuzige ihn! Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!’

Der Lärm muss unbeschreiblich gewesen sein. Der Riss durch den dicken Stoff lässt den Tempel wackeln. Auch die Gebäude Jerusalems erzittern, als das Beben seinen Lauf nimmt. Der Himmel ist unheilvoll dunkel. Die Wolken bewegen sich schnell von einem unsichtbaren Sturm angetrieben. Schreie ertönen, als längst Verstorbene aus Gräbern steigen. Ein Alptraum! Das ist sicherlich das Ende. Menschen liegen sich angstvoll in den Armen, blicken unsicher um sich. Die Lämmer im Tempel blöken laut, bevor sie geopfert werden. Ein Mann hängt am Kreuz und sein letzter Schrei fährt durch Mark und Bein. Es ist ein Schrei des Leidens, ein Schrei der Verzweiflung und ein Schrei des Triumphes. Er stirbt.

Und dann ist Stille.

 

In der Woche vor Ostern…

…möge aus unseren Mündern nicht Lobpreis und Verdamnis gleichzeitig kommen.

…mögen wir trotz Enttäuschung und Verzweiflung an den Verheißungen Gottes festhalten.

…mögen wir inmitten von schwierigen Umständen – mit keinem Ende in Sicht – auf Jesus warten. 

…mögen wir uns nicht vom Lärm der Welt übertönen lassen und unsere Stimme für Gerechtigkeit erheben.

…mögen wir vor Ostern ganz neu begreifen, welches Opfer Jesus für uns gebracht hat und uns ganz neu in ihn verlieben. 

 

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Gott ganz vertrauen

Facebook hat mich heute an diesen Artikel erinnert, den ich 2018 für die Online Plattform kath.net verfasst habe. Mich hat es total berührt meine Zeilen von damals zu lesen – denn seitdem hat sich all das, wovon ich schreibe, immer wieder neu bestätigt. Es lohnt sich Gott mit ganzem Herzen zu folgen und ihm zu vertrauen. Er ist ein wunderbarer Versorger. 

Mein Mann und ich entschieden uns vor ungefähr 2 ½ Jahren, nur von Spenden zu leben. Wir hörten den Ruf Gottes in den vollzeitigen Dienst und mein Mann wurde Gebetshausmissionar im Gebetshaus Augsburg. Wir haben vier Kinder und mein Mann verdiente überdurchschnittlich viel als Projektmanager in einer großen Firma. Wir hatten zwei Autos und liebten es in den Urlaub zu fahren.

Es war ein großer Schritt für uns, ein Schritt hinaus aufs Wasser. Wir wussten, wir würden mit sehr viel weniger Geld im Monat auskommen müssen. Ich persönlich hatte Sorge, dass wir aus dem Haus ausziehen müssen, in dem wir zur Miete wohnen, weil wir die monatlichen Belastungen nicht mehr tragen könnten. Menschlich gesehen gab es zu viele Minuspunkte. Jeder vernünftig denkende Mensch, der etwas rechnen kann, hätte die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.

Unser Plan einen Spenderkreis aufzubauen, der groß genug war uns als sechsköpfige Familie zu tragen, war ein Projekt, das zum Scheitern verurteilt war. Aber wir waren im Herzen Kind genug, um Gott unser Vertrauen und unseren Glauben zu schenken. Als mein Mann in seiner damaligen Firma seine Kündigung einreichte, wussten wir von keiner einzigen Person, die uns finanziell unterstützen würde. Wir liefen plötzlich auf dem Wasser.

Seitdem ist nun einige Zeit vergangen und ich denke schon länger nach, dass ich eigentlich über all die Wunder schreiben sollte, die wir erlebt haben. Gott ist treu und wir als Familie haben ihn als Versorger kennengelernt. Das ist immerhin einer seinen Namen: Jehova Jireh – Gott versorgt. Dass Gott ein Versorger ist, ist Teil seiner Identität, seines Wesens, er kann gar nicht anders. Er ist ein guter Vater, der weiß, was seine Kinder brauchen und es gerne und im Überfluss gibt.

Vieles von meinem Gottesbild musste ich vom Heiligen Geist korrigieren lassen. Dass Gott knausrig ist. Dass er mich übersieht. Dass er nicht weiß, was ich mir wünsche. Dass ich ihn davon überzeugen muss, dass ich etwas bestimmtes brauche. Ich habe Gott in den vergangenen zwei Jahren mehr und mehr als einen Geber kennengelernt, der aus einem unglaublich großen Überfluss schöpft und mich damit segnen will.

Ich möchte hier im Folgenden ein paar von den Dingen auflisten, die sich meinem Herzen neu offenbart haben:

Die Basics. Jesus sagt, dass wir uns nicht darum kümmern sollen, was wir essen oder anziehen werden (Matthäus 6,25). Wenn wir das Reich Gottes als unsere Priorität betrachten, wird uns all dies zufallen. Und was soll ich sagen: genau das ist uns passiert. Wir haben noch nie so viel Kleidung geschenkt bekommen! Unsere Schränke sind eigentlich zu voll, aus unserem Überfluss können wir wiederum an andere weitergeben. Und wir haben kein einziges Mal gehungert. Manchmal musste ich vielleicht etwas kreativ werden mit dem Speiseplan, aber es war immer genug da. Ich habe aufgehört, mich um die Basics des Lebens zu sorgen. Ich spüre mehr denn je, dass wir gut versorgt sind und dass wir in dieser Hinsicht nie Mangel leiden werden.

Der Luxus. Mein Herz wurde in den vergangenen zwei Jahren sehr, sehr oft auf dem Prüfstand gestellt. Natürlich müssen wir auf so einiges verzichten, was früher ganz normal war. Was aber nicht heißt, dass es der Herr uns nicht gönnt. Immer wieder werden wir mit Luxusgaben überrascht, also Dingen, die nicht unbedingt notwendig sind, aber das Leben versüßen. Eine Freundin lud unsere drei Mädchen zum shoppen ein. Das war ein Fest! Eine andere liebe Familie schenkte uns einen DVD Player fürs Auto für eine lange Fahrt. Im vergangenen Sommer wurde uns ein Urlaub geschenkt und als unser Familienauto kaputt ging, bekamen wir nach und nach so viele Extraspenden zusammen, dass wir uns einen gebrauchten VW Bus leisten konnten ohne einen Kredit aufzunehmen. Wir hatten noch Altschulden auf das kaputte Auto, diesen Kredit tilgte jemand für uns. Und so erlebten wir Wunder über Wunder – alles Luxusgaben, Geschenke des Himmels, über die ich nur staunen kann. Mein Herz muss sich in alldem immer wieder der Versorgung Gottes ausliefern und vertrauen. Ich muss loslassen lernen und Güter von himmlischer Perspektive betrachten. Nicht jeder Wunsch wird mir erfüllt und ich es ist demütigend zu wissen, ich kann ihn mir nicht einfach selbst erfüllen. Das Warten auf die Erfüllung so manchen Wunsches, ist eine Läuterung meiner Sehnsüchte. Was ist mir wirklich wichtig? Was brauche ich in diesem Leben, um glücklich zu sein? Nach was sehne ich mich mehr – dem Geber oder der Gabe? Ein Leben in totaler Abhängigkeit von Gott, heißt nicht, ein Leben in Mangel und ohne jeglichen Luxus. Gott ist gut und will uns Gutes tun – das haben wir bereits auf so vielfältige Art und Weise erfahren. Aber es ist ein Leben mit offenen Händen. Ich halte nichts fest, ich empfange nur, ich vertraue und halte es auch aus, wenn ein Wunsch nicht sofort oder gar nicht erfüllt wird.

Das Weitergeben. Wenn man mit offenen Händen lebt, dann fällt es leichter, das was man von Gott empfängt, an andere weiterzugeben. Wir sind so viel großzügiger geworden, als wir es jemals vorher waren. Ein Paradox eigentlich, denn wir haben wesentlich weniger. Wir spüren, dass das was wir haben, nicht uns gehört. Es ist ein Geschenk. Und wir wachsen in dem Glauben, dass Gott immer wieder neu versorgt und so fügt es sich in den natürlichen Kreislauf ein, dass wir das, was wir empfangen, zu einem Teil wieder weitergeben. Außerdem wird das Geld so in seine Schranken gewiesen, wenn wir es nicht horten, sondern spenden. Natürlich gehört zu einem guten, verantwortungsvollen Umgang mit Geld, dass man seine eigenen Rechnungen bezahlen kann, bevor man andere damit unterstützt. Aber wir spüren mehr und mehr, wie Gott uns dazu herausfordert, Summen wegzugeben, die es uns bestimmt leichter gemacht hätten, durch den Monat zu kommen. Es ist nicht der obligatorische Zehnte, sondern ein Opfer. Ein Weggeben, das etwas weh tut. Es ist aber unglaublich befreiend, sich nicht von Geld abhängig zu machen und andere finanziell segnen zu können.

Das Freisein. Wir erleben es als unglaublich große Freiheit, dass wir zu 100% von Gott abhängig sind. Was aus dem ersten Blick vielleicht wie Mangel aussieht oder Enge, ist, geistlich gesehen, weites Land und übergroßer Reichtum. Je mehr wir diesen ungewöhnlichen Lebensstil leben, desto mehr öffnet sich unser Herz für die geistlichen Realitäten. Psalm 16 sagt: ‘Herr, du allein bist mein Besitz, mein Becher angefüllt mit Segen. Du bewahrst mein Erbe.’ Wir spüren wie wir, losgelöst von irdischen Gesetzmäßigkeiten, in eine ungeahnte Freiheit hinein kommen. Ja, es kam vor, dass wir nicht wussten, wie wir die Miete zahlen sollen und ja, viele Tasten meines E-Pianos sind kaputt und wir können uns kein Neues kaufen, aber durch diesen oberflächlichen Mangel graben wir uns durch zu einer ungeahnten Nähe zu Jesus Christus. Es ist fast so, als würde Gott bestimmten Mangel zulassen, dass wir uns loslösen von Vergänglichkeit und einen Vorgeschmack auf ewige Freude und Zufriedenheit bekommen, im hier und jetzt. Das nicht-haben-können von bestimmten Dingen, schränkt nicht ein, sondern befreit zu einer intensiven Begegnung mit Jesus. Die Perspektive wird gerade gerückt und wir hängen unser Herz nicht mehr an Vergänglichem, sondern finden Erfüllung in der Gegenwart Jesu. Das ist für mich das wohl wichtigste, was ich in der Zeit, in der wir nun schon nur von Spenden leben, gelernt habe. Jesus ist immer genug. Er füllt meinen Mangel aus.

Und so leben wir ein Leben, das zwar in kein menschliches Konzept passt, das vielleicht sogar verantwortungslos erscheint, das wir aber als größtes Glück und größte Befreiung erleben. Der Verzicht und das Loslassen scheinen nur ein kleiner Preis zu sein, für das unglaubliche Abenteuer, das wir mit Jesus erleben dürfen. Wir sind auf das Wasser gestiegen und nicht untergegangen. Wir geben Zeugnis davon, dass Gott treu ist und zu seinem Wort steht.
Diese Prinzipien, die ich aufgelistet habe, gelten bestimmt nicht nur für die Menschen, die Gott in ein spendenfinanziertes Leben ruft. Jeder kann sich kompromisslos Jesus ausliefern und ihn mitten im Alltag erleben. Jeder kann erfahren, dass Gott, Jehovah Jireh, versorgt und gerne gibt. Um an diesen Punkt der absoluten Abhängigkeit zu kommen, steht immer die Hingabe. Ein Loslassen. Ein Perspektivenwechsel. Das ist nicht einfach und tut weh. Sich selbst verleugnen, Wünsche und Träume vor dem Thron Gottes legen und nur nach seinem Reich zu trachten, geht einher mit der Offenbarung des selbstsüchtigen Seins. Wir werden konfrontiert mit unserem Egoismus, unserem verkrampften Festhalten an Vergänglichkeit, unserer Sehnsucht nach Komfort und Bequemlichkeit. Gott hat uns aber zu Höherem berufen. Das gibt es mehr. Ich bin so dankbar, dass wir als Familie auf dieser Reise sein dürfen. Leben in Fülle ist uns verheißen! Nie will ich mich mit weniger zufrieden geben.

Der Artikel wurde zuerst am 6.4.2018 bei kath.net veröffentlicht. 

Gedanken zum Frauentag

Ganz ehrlich: ich hätte ihn wieder vergessen. Wer mir schon länger folgt weiß, dass ich mich für einen ‘Tag für Frauen’ nicht so sehr begeistern kann. Mir geht all dieses sich-selbst-feiern, sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen auf den Keks. Gibt es eigentlich auch einen Tag für Männer? Bestimmt. Es gibt ja für alles einen Tag. Schon alleine deswegen finde ich den Frauentag in der Reihe von vielen Tagen für x-beliebige Themen überflüssig.

Aber dann sehe ich heute bei Instagram, dass der SCM Verlag schöne Folien für den Frauentag veröffentlicht hat und auf vielen Folien finde ich Zitate aus den Tochter Gottes Büchern. Und ich überlege mir, ob ich nun vielleicht doch einen Blogbeitrag schreiben sollte für den Frauentag. Und jetzt sitze ich hier, mein Herz voll von kontroversen Gedanken über diesen Tag, uns Frauen, Feminismus…und ich spüre, dass Gott uns Frauen so sehr liebt und dass wir in einer Zeit leben, wo Frauen ganz neu ins Rampenlicht Gottes gerückt werden, ganz neue Aufgaben zugeteilt bekommen.

Ich glaube so sehr, dass Gottes Strategie für die Welt immer zuerst unser eigenes Herz revolutionieren möchte. Er fängt immer unscheinbar und ungesehen in uns das Arbeiten an. Und es tut immer weh, es scheint immer alles durcheinander zu bringen. Es ist ein Glutofen, ein Prüfen, ein Formen. Sein Wirken in unseren Herzen fordert ein Loslassen, ein Hingeben, ein Ausliefern. Es erfordert Abhängigkeit, den eigenen Willen niederlegen, Vergebung. Der Heilige Geist führt uns auf diesem dornigen, engen Weg durch die Wüste um unser Herz zu läutern, unsere Träume zu prüfen und unsere Gedanken zu reinigen. Die Menschen, die sich auf diese ‘Schule des Feuers’ einlassen, werden tatsächlich die Welt verändern und prägen.

Inwiefern passt das mit der Message des Feminismus überein? Selbstaufgabe? Lieben, bis es weh tut? Auf das eigene Recht verzichten? Die Schwachen schützen? Aus der Vergebung heraus leben? Den Mann ehren? Unterordnung? Gottes Weg ist immer ein Weg entgegen des Mainstreams. Entgegen dem, was wir als bequem oder auch als gerecht empfinden.

Natürlich gibt es Ungerechtigkeiten, denen wir uns klar entgegenstellen müssen. Gerade auch in der Kirche. Misshandlungen, Betrug in der Ehe…all das ist Gott ein Gräuel. Unterordnung im biblischen Sinne ist ein Geben und Nehmen zwischen Mann und Frau. Der Mann dient seiner Frau, so wie Jesus der Gemeinde dient. Und die Frau ordnet sich selbstverständlich ihrem Mann unter, weil sie weiß, wie sehr sie geliebt ist. Es ist ein Anlehnen an seiner Schulter, ein Geborgensein. Dass das in unserer gefallenen, von Sünde verseuchten Welt pervertiert wird, ist leider ständig der Fall. Es bricht mir das Herz, wenn Frauen mir schreiben, dass ihr Mann Pornographie konsumiert und die Schuld seiner Sucht auf seine Frau abwälzt. Es ist eine Schande, wie Männer sich hinter ihren Schwächen verstecken und ihre Frauen darunter leiden. Wenn das im christlichen Kontext noch als ‘Unterordnung’ bezeichnet wird, könnte ich weinen. Doch was hilft uns aus dieser Misere? Was bringt wirklich Freiheit? Was bringt geheilte Ehen, wiederhergestellte Herzen?
Herzenstiefe Veränderung wird nicht kommen wenn wir mit menschlichen Methoden kämpfen, auf Frauenmärsche gehen und ‘Pro Choice’ sind. Wenn wir in Bitterkeit verfallen und Rachegelüste hegen. Wenn wir Gott anklagen.

Veränderung wird kommen wenn Frauen und Männer sich einlassen auf diese enge Beziehung zu Jesus und unser Herz von seinem Herz revolutionieren lassen – das ist die wahre Reformation. Denn aus der Asche stehen die Frauen auf, die geheilt sind. Frauen mit einem reinem Herz und klarem Fokus. Und sie kämpfen nicht für sich selbst. Sie kämpfen für Jesus und sein Reich. Und das verändert alles.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gott mit den Frauen in unserer Zeit Geschichte schreiben möchte. Dazu müssen wir uns auf das himmlische Skript einlassen, dass in vielerlei Hinsicht nicht zu dem passt, was die Welt uns vorschreibt. Ich sage nicht, dass Gott weniger tun möchte, als die Welt sich auf die Fahnen geschrieben hat – er will mehr tun. Die Leuchtkraft, die von Frauen ausgeht, die mit Jesus Herz an Herz leben, ist unbeschreiblich und überstrahlt alles, was wir aus eigener Kraft schaffen könnten. Und dazu brauchen wir keinen modernen Feminismus, der alleine auf menschliche Kraft und Weisheit baut, sondern den Heiligen Geist.

Ich hatte vor kurzem im Gebet den Eindruck, dass Gott Deborahs in unserer Zeit ruft. Frauen, die einflussreiche Positionen inne haben und ganze Nationen verändern können. Ich habe Geschäftsfrauen gesehen, die ihr Know-How, ihre Finanzen und ihre Beziehungen geschickt eingesetzt haben und so Königreich Gottes gebaut haben. In vielerlei Hinsicht haben die Männer nicht ihren Platz eingenommen und das erklärt teilweise den moralischen Verfall unserer Gesellschaft. ‘Schwache Männer produzieren schwierige Zeiten.’ Gott verteilt viele Aufgaben und Verantwortungen, die zuvor Männer inne hatten, an Frauen. Aber – es ist auch eine Zeit der Heilung zwischen den Geschlechtern. Denn Frauen Gottes arbeiten nie gegen Männer, sondern mit ihnen. Sie haben erkannt, dass nur mit den Männern gemeinsam Gottes Wesen gespiegelt werden kann. Die Frauen, die Gott ruft, die Männer nicht klein halten, sondern ihnen helfen in ihre volle Berufung zu kommen. Wenn die Frauen sich erheben entsteht ein Raum, eine Aufforderung an die Männer, sich mit ihnen zu erheben. Ihr Männer, ihr Söhne Gottes – erhebt euch!

Gott baut sein Reich auf dieser Welt mit seinen Gesetzen. Natürlich schaut das anders aus, als das was wir um uns herum sehen. Wenn das was wir leben und glauben zu 100% konform geht mit dem was die Welt lebt und glaubt, müssen wir uns hinterfragen.

Mein Gebet zum heutigen Frauentag:

Mögen wir Frauen sein, die mit Feuer im Herzen die Kälte in der Welt austreiben.

Mögen wir Frauen sein, die mit mutigem Glauben vorangehen.

Mögen wir Frauen, die bereit sind sich klein zu machen, damit sich jeder gesehen fühlt.

Mögen wir Frauen sein, die den Zeitgeist entlarven und nicht auf die Lügen des Feindes hereinfallen.

Mögen wir Frauen sein, die himmlische Lösungen auf die Erde holen.

Mögen wir Frauen sein, die ihr Leid vor die Füße Jesu legen und Heilung empfangen.

Mögen wir Frauen sein, die Risiken eingehen für Gott.

Mögen wir Frauen sein, die Finanzen freisetzen für das Reich Gottes.

Mögen wir Frauen sein, die für die Familie, wie Gott sie designt hat, aufstehen.

Mögen wir Frauen sein, die Missstände in der Gesellschaft aufdecken, auch wenn sie dabei Ablehnung erfahren.

Mögen wir Frauen sein, die Gottes Stimme klar hören und seine Botschaft in die Welt transportieren.

Mögen wir Frauen sein, die das Leben in vollen Zügen genießen.

Mögen wir Frauen sein, die erkannt haben, dass sie Töchter Gottes sind.

 

Was sind deine Gedanken zum Frauentag und zum Hashtag ‘Break the Bias’?

Gott ruft die Pioniere

Mein Mann und ich schauen uns gerade eine Serie über Siedler an, die sich im 19. Jahrhundert auf den Weg in den Westen Amerikas machten. Der Mut der Siedler hat mich schon immer sehr bewegt und Filme wie ‘In einem fernen Land’ haben mich schon als Teenager total mitgerissen.

Gestern Abend hat mich eine Szene besonders angesprochen und ich glaube, dass sie ein deutliches Bild von der Situation zeichnet in der sich viele von uns befinden.

Die Gruppe von Siedlern ist schon ein paar Tage in unwegsamen Gelände von Texas unterwegs und sie kommen an einen Fluss, den sie überqueren müssen. Die meisten können nicht schwimmen und haben ihre ‘Wagons’ voll geladen mit Möbeln und Erinnerungsstücken aus ihrer Heimat. Die erfahrenen Begleiter der Gruppe sprechen Klartext: Ihr müsst alles, was nicht unbedingt notwendig ist, abladen – ansonsten schafft ihr es nicht an das andere Ufer. Die Menschen brechen in Tränen aus, denn sie haben sowieso nicht viele Besitzgüter und diese wenigen Dinge sind alles, was ihnen aus ihrem alten Leben geblieben ist. Die Szene erreicht ihren Höhepunkt, als ein Musiker sich weigert sein Klavier abzuladen. Dieses Klavier bedeutet seinen Lebensunterhalt und er kann sich nicht vorstellen es zurückzulassen. Dem burschikosen ‘Captain’, der die Gruppe anführt, platzt der Kragen und er fährt den Musiker an: ‘Du bist kein Musiker, du bist ein Pionier. Und das ist alles, was du bist, bis du ankommst.’ Der Musiker bricht zusammen, weil er erkennt: wenn er an seinem Ziel ankommen möchte, dann muss er das, was in ihn bisher definiert hat und ihm Sicherheit gegeben hat, hinter sich lassen und sich seiner neuen Rolle als ‘Pionier’ fügen.

Die darauffolgende Szene, als die Menschen über den Fluss übersetzen und die Kamera dann auf die Wiese schwenkt wo Bettgestelle, Öfen, Stühle und Tische wild durcheinander stehen, ging mir so nahe. Inmitten von all diesen Schätzen, sieht man das Klavier stehen. Es kostet etwas ein Pionier zu sein.

Ich glaube, dass wir uns in einer Zeit befinden, wo Gott uns ruft kompromisslos das Alte zurückzulassen, weil wir mit dem unnötigen Ballast nicht in dem ‘Neuen’ ankommen können, in das Gott uns hineinführen möchte. Damit lassen wir auch ein Stück unserer Identität zurück, so wie der Musiker sein Klavier. Es ist ein unglaublich unbequemer Ort, diese Spannung zwischen zwei Destinationen. Es kostet wirklich viel sich aufzumachen und loszulassen. Voranzugehen, ohne genau zu wissen, wohin man eigentlich geht.

Diese Siedler haben von diesem Ort ‘Oregon’ gehört. Sie hörten, dass es dort sattes Ackerland gibt, Berge und Meer. Es zog sie dorthin, obwohl der Weg voller Gefahren und Entbehrungen war. Aber sie waren noch nie dort. Sie wissen nicht, wie sich die Luft anfühlt, wie es riecht, welche Blumen dort wachsen und welches Getreide am besten gedeiht. Sie gehen, weil sie eine Vision von einem anderen, besseren Leben haben. Sie gehen, weil sie mit dem Leben, das sie bisher hatten, unzufrieden sind. Sie sehnen sich nach mehr.

Gott ruft die Pioniere. Pioniere sind ‘Wegbereiter’. Sie sind Bahnbrecher, Vorläufer. Sie sind bereit Opfer zu bringen um neues Land zu erobern, Dinge zu tun, die noch nie jemand zuvor getan hat und sie tun dies oft einsam und missverstanden.  Es sind die Calebs und die Joshuas, die der großen Menschenmenge zurufen: ‘Das Land, das wir durchwandert und ausgekundschaftet haben, ist sehr gut.’ (4. Mose 14) Es sind die Visionäre, die mutigen Kundschafter, die Gott ohne Kompromisse in unbekanntes Terrain folgen und einen Weg bahnen. Es sind die mit großem Glauben, die keine Angst vor den Riesen haben, die das verheißene Land besetzen.

Wir befinden uns in einer Übergangsphase. Es geht eine Ära zu Ende und es beginnt etwas Neues. Wir können es noch nicht benennen, wir können es noch nicht anfassen, es gibt vielleicht noch nicht einmal das richtige Vokabular für das, was vor uns liegt. Es ist wie das fruchtbare Oregon für die Siedler, wie das verheißene Land für die Israeliten. Ich empfinde es so tief in meinem Geist, das es von größter Wichtigkeit ist, dass wir uns nicht aus Angst und Kleinglaube von der Reise abschrecken lassen. Dass wir bereit sind Traditionen und verlässliche Routinen loszulassen und Gott mit allem vertrauen, was wir noch nicht kennen und wissen. Es ist eine Zeit, wo wir teilweise gar nicht mehr genau sagen können, was uns ausmacht und was genau unsere Berufung ist. Das, was in der letzten Season ‘funktioniert’ hat, wird in dem Neuen, was Gott vorbereitet nicht mehr greifen oder einfach zu menschlichem Aktionismus verfallen.

Lassen wir los, so wie der Musiker sein Klavier? Lassen wir uns von Gott rufen in dieses neue Land, auf diesen neuen Grund und Boden, der erst erschlossen und erwirtschaftet werden muss? Legen wir unsere Ministries, unsere Kirchen, unsere Arbeitsabläufe, unsere Ehrenämter, unsere ‘Funktionen’ auf den Altar und sind wir bereit voranzugehen, wenn Gott uns den Auftrag gibt?

Für viele wird es in dieser Zeit massive Veränderungen geben. Gott wird Sicherheiten einfordern –  Führungspositionen, Eigenheime, Arbeitsplätze. Er wird dich fragen, wie er Petrus gefragt hat: ‘Liebst du mich?’ Und je tiefer wir in unserer Liebe zu Jesus verankert sind, desto bereitwilliger können wir unsere Hände öffnen – um loszulassen und zu empfangen. Es ist eine Prüfung unseres Glaubens. Wie sehr sind wir in menschlichem Aktionismus gefangen und wo sehnen wir uns einfach nur nach Begegnung mit dem Heiligen Geist? Wie sehr folgen wir unseren Plänen und fragen nicht nach den himmlischen Blueprints?

Es ist eine Zeit, wo Gott mutigen Glauben mit Zeichen und Wundern begleitet. Es ist nicht mehr in unserer Kontrolle, sondern komplett abgegeben an den Herrn. Es entsteht eine neue Hingabe und Unterordnung in unseren Herzen und Gott ehrt das.

Als Christen ist uns dieser Pioniergeist in der DNA verankert. ‘Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die gute Botschaft.’ (Markus 16,15). Die Bereitschaft auf unerforschten Wegen zu gehen und sich an die Begebenheiten von neuen, unbekannten Umständen anzupassen, ist tief in unserem geistlichen Erbe angelegt. Es ist an der Zeit diesen Abenteurergeist neu zu entdecken.

Lass dich von Gott rufen. Frage ihn wie du in dieser Zeit ein Pionier sein kannst. Erlaube dem Heiligen Geist dein Herz zu prüfen und sei  bereit mit offenen Händen vor Gott zu stehen. Gott baut sein Reich. Inmitten von allem Leid und aller Finsternis graben wir dem Feind das Land ab und lassen das Licht in die dunkelsten Ecken scheinen. Es ist herrlich und es ist schmerzhaft. Es ist das, wofür wir geschaffen wurden.

Steh auf und leuchte! Denn dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn erstrahlt über dir.  Denn die Erde ist von Finsternis zugedeckt und die Völker liegen in tiefer Dunkelheit, aber über dir strahlt der Herr auf. Man kann seine Herrlichkeit über dir schon erkennen. (Jesaja 60,1)

 

Rezeptbuch ‘Ölliebe’

Hast du schon ätherische Öle zu Hause und brauchst noch ein wenig Inspiration, was du alles mit ihnen anstellen kannst? Oder bist du noch absoluter Neuling und willst dich erstmal an die Thematik rantasten? Vielleicht bist du schon ganz lange mit ätherischen Ölen unterwegs und brauchst ein praktisches Nachschlagewerk mit deinen Lieblingsrezepten?

Dann hab ich was für dich: das Rezeptbuch ‘Ölliebe’ mit über 100 Rezepten rund um ätherische Öle ist genau der richtige Begleiter für deinen modernen Lebensstil mit den Ölen.

Ölliebe: Das Rezeptbuch für ein Leben mit ätherischen Ölen

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Ölliebe ist ein praktisches Nachschlagewerk mit über 100 Rezepten rund um ätherische Öle. Alltagsnah, praxiserprobt und einfach zum Nachmachen! Von Diffuser- und Roll On Mischungen über Winterbalsam und Spülmaschinentabs bis hin zu Make Up Entferner und Beauty Serum – die vielfältigen und kreativen Rezeptideen machen Lust auf mehr. Ausführliche Anleitungen, sowie das übersichtliche Layout ermutigen loszulegen und auszuprobieren. Notizen können in diesem Buch auf extra linierten Seiten festgehalten werden. Die Rezepte sind auch für Einsteiger geeignet.

In 7 übersichtlichen Kategorien (Schwangerschaft/Geburt, Kinder und Öle, Gesundheit, Haushalt, Körperpflege, Unterwegs und Öle in der Küche) findet man genau das richtige Rezept, das zu einem passt. Zusätzlich bietet dieses Buch eine kleine Einführung in die Welt der Aromatherapie, beantwortet häufig gestellte Fragen und hilft dabei beim Kauf von ätherischen Ölen auf einwandfreie Qualität zu achten.

Dieses Buch ist ein umfassendes Nachschlagewerk, wenn mit ätherischen Ölen durchstarten möchte oder sich schon länger mit der Thematik befasst. Es unterstützt einen nachhaltigen, gesunden Lebensstil und ein bewusstes Konsumverhalten.

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P.S. Wenn dir das Buch gefällt, dann freue ich mich über eine Rezension bei Amazon. Danke dir!

BLOOM Mini-Kurs

Hast du Lust ganz unverbindlich etwas mehr über ätherische Öle zu erfahren?

Möchtest du in ungezwungener Atmosphäre BLOOM Community Luft schnuppern?

Hast du Fragen rund um Young Living und würdest gerne etwas mehr darüber hören?

Magst du DIY Rezepte und freust dich über praktische Impulse für deinen Alltag?

Dann ist der BLOOM Mini-Kurs für dich!

Ich habe für dich 7 kurze Videos aufgenommen und in 7 Emails zusammengestellt. Diese erhälst du an 7 aufeinanderfolgenden Tagen. Am 24.2.22 um 20 Uhr treffen wir uns zu einem Zoom Call mit dem BLOOM Jahresmotto ‘Gemeinsam aufblühen’, wo ich 3 Frauen interviewen werde, die von ihren Erlebnissen mit den Ölen erzählen. Mein Mann und ich teilen einige Erfahrungswerte rund um einen schadstofffreien Lebensstil mit einer großen Familie. Unser Ziel ist es gemeinsam aufzublühen – in jedem Lebensbereich. Wir finden, dass die ätherischen Öle, weise Investition in uns selbst und ein möglichst schadstofffreier Lebensstil uns beim Aufblühen helfen (warum, das erkläre ich unter dem Video).

Du kannst dich ganz unverbindlich und kostenlos hier anmelden.

Es ist auch möglich, beim Zoom Call dabei zu sein ohne alle Videos angeschaut zu haben. Melde dich trotzdem über diesen Link an. 

Ich habe 2020 mit meiner Freundin Sheila die BLOOM Community gestartet. Wir haben ganz klein begonnen, aber mit einer großen Vision im Herzen: wir wollen Menschen dabei unterstützen aufzublühen und das Leben zu leben, für das Gott sie geschaffen hat. Die ätherischen Öle spielen deswegen so eine große Rolle, weil sie zum einen ein Schlüssel für einen möglichst schadstofffreien Lebensstil darstellen (Ersatz für giftige Reiniger, Unterstützung für unser Immunsystem) und zum anderen uns dabei helfen mit unseren Emotionen gut umzugehen. Beide Komponenten sind wichtig, dass wir möglichst ballastfrei unser Leben leben können!

Auf Schadstoffe so gut es geht zu verzichten ist deswegen so wichtig, weil z.B. synthetische Duft- und Farbstoffe  unseren Körper angreifen, unser Hormonsystem durcheinander wirbeln können und uns oft müde und ausgelaugt zurücklassen. Schadstoffe sind tatsächlich Energieräuber. Zum Aufblühen brauchen wir aber Energie, Fokus und Frische und deshalb ist es weise in unsere Körper zu investieren und konsequent Schadstoffquellen aus unserem Umfeld zu entfernen.

Unsere Emotionen brauchen ebenso unser Investment, denn wenn wir dauerhaft mit Niedergeschlagenheit, Ärger, Frust, Wut usw. zu kämpfen haben, dann stehen wir uns selber im Weg und unsere Lebensfreude verwelkt. Ätherische Öle sind von unserem wunderbaren Gott so geschaffen, dass sie über unseren Geruchssinn direkt zum dem Teil in unserem Gehirn gelangen, wo unsere Emotionen abgespeichert werden – das limbische System. Mit Düften können wir schöne Gefühle fördern und negative Gefühle lösen. Meine Freundin Sarah hat auf der Bloom Community Webseite einen sehr interessanten Blog Post geschrieben, wie ätherische Öle uns dabei helfen können, neue Denkmuster zu entwickeln. 

Und so bin ich nun seit über 2 Jahren dabei die BLOOM Community wie einen Garten zu hegen und zu pflegen, Raum zu schaffen, dass möglichst viele mit den wertvollen Tools aufblühen können und Ressourcen bereit zu stellen. Ich biete monatliche Community Calls an (hier kannst du dir einen anschauen), habe das letzte halbe Jahr intensiv an einem Rezeptbuch für ätherische Öle gearbeitet (…ich bin auf den letzten Metern!!), biete persönliche Betreuung bei Produktfragen an und habe ein Leadership Training entwickelt, für alle, die sich mit den ätherischen Ölen ein finanzielles Standbein aufbauen möchten.

Ich würde mich total freuen, dich beim BLOOM Mini-Kurs begrüßen zu dürfen!

Alles Liebe, Inka

 

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