Dankbarkeit

Ein Spaziergang

Ein Spaziergang am späten Nachmittag. Die Sonne leuchtet ihre herbstlichen Strahlen und schenkt uns warmes Licht. Die Erde riecht schon würzig reich, die Blätter fangen an sich bunt zu färben, die Rosen duften mit aller Kraft, als wüssten sie um ihren baldigen Abschied. Die Bienen brummen noch hier und da und da vorne entdecken wir eine Libelle. Wir blinzeln dem Abendrot entgegen. Du und ich, mein kleines Kind. Deine Hand in meiner  -das ist heute mein größtes Glück. Mein Schritte passen sich den deinen an, ich höre nur dir zu und fühle deine kleine Hand in meiner. Ich bin so froh und dankbar für diesen Moment und brenne ihn tief in meine Seele.
Unendlich kostbar, unvergleichlich schön: Deine kleine Hand in meiner. Die spätsommerliche Luft umgibt uns wie eine warme, leichte Decke und mein Glücksgefühl flattert in mir wie die Zitronenfalter, die um den Lavendel schwirren. Du erzählst mir, ich höre zu und frage, was dich glücklich macht. ‚Mit dir spazieren zu gehen‚ antwortest du und ich ahne, wie gesegnet ich bin.
Wir schlendern weiter und allzu bald sind wir wieder zu Hause. Die Sonne ist weit gewandert, die Strahlen nicht mehr ganz so hell und warm. Der Tag neigt sich seinem Ende zu. Ich würde so gern die Zeit anhalten und deine Hand nicht loslassen. Denn ich weiß: die Jahre werden fliegen und schneller als mir lieb ist, wirst du meine Hand nicht mehr brauchen.

Ich wünsche mir bis dahin noch viele Spaziergänge mit dir. Mit deiner Hand in meiner. Dem Abendrot entgegen. 

Liebesbeweis

das sonnenlicht                                                                                                                    fällt durch’s fenster                                                                                                                die vögel singen                                                                                                                  trotz frostigen temperaturen                                                                                                   ihr frühlingslied.

ich küsse mein kind                                                                                                              und atme tief ein                                                                                                                   alle ist gnade                                                                                                                     wohin ich auch sehe.

jeder herzschlag                                                                                                                   von dir gewollt                                                                                                                      jede sekunde meines lebens                                                                                            geplant von dir.

das sonnenlicht                                                                                                                   fühlt sich an                                                                                                                          wie eine sanfte berührung                                                                                                    ein zuspruch an mich                                                                                                            für diesen tag                                                                                                                         für mein leben.

‚…Ich hab dich je und je geliebt und darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte…‘

(Jeremia 31,3)

Dankbarkeit

1. Gott ist gut. Auch wenn ich ich es nicht fühle, nicht sehe, nicht verstehen kann. Gott ist gut.
2. Seine Güte trägt mich durch jeden Tag.
3. Der Geruch von Herbst liegt in der Luft und über die sommergrüne Erde legt sich ein Schatten von Melancholie. Es ist Zeit zum Nachdenken und Innehalten. Ich liebe den Herbst.
4. Blaubeermuffins mit Zimtstreuseln und wie der Duft von Frischgebackenen das ganze Haus versüßt.
5. Nähprojekte. Und immer wieder beim Nähen den Gedanken haben, dass Gott die Fäden meines Lebens in der Hand hält.
6. Paßbilder mit den Kindern machen lassen. Das süße, scheue Lächeln auf den Bildern für viele Jahre eingefangen zu haben.
7. Die ersten Worte meiner Kleinen. Kaum verständlich, aber die Welt öffnet sich ihr mehr und mehr.
8. ‚…wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch die Gnade noch viel mächtiger geworden…‘ Röm. 5, 20
9. Lavendelbadezusatz.
10. Das Wochenende steht vor der Tür.

Dankbarkeit

1. Freundinnen
2. Spontanes Treffen am Spielplatz und 7 fröhliche Kinder
3. Sommergewitter
4. Vorfreude auf ein neues Rezept für’s Mittagessen
5. rosa Pflaster und das Wunder, das sie vollbringen (kein Kratzer tut mehr weh!)
6. frischbezogene Betten
7. nicht mehr lange bis zum Urlaub
8. eine liebe Postkarte
9. es ist schon Mittwoch
10. erste Nähsession morgen abend

Dankbarkeit

1. Fahrradfahren früh morgens und trotz des kühlen Windes schon die Wärme der Sonne spüren.
2. Das Urlaubsgefühl, das dabei hochkommt.
3. Zu wissen, dass Gott mich durch und durch kennt.
4. Und dass Er trotzdem zu mir hält.
5. Zwei Schwestern, die Hand in Hand in den Kindergartengruppenraum gehen.
6. Ein kleines Baby, das fröhlich früh im Bett sitzt und mich lächelnd begrüßt.
7. Milchreis mit Obstsalat und Zimt und Zucker.
8. Ein gutes Gespräch, das mir die Augen öffnet, für die Freiheit, zu der ich berufen bin.
9. Mein Mann hat liebevoll an zwei Abenden hintereinander die Kinder ins Bett gebracht hat, so dass ich Termine wahrnehmen konnte.
10. Der Wachstumsschub ist überstanden und das Zähnchen ist fast durch.

Dankbarkeit

Es fällt mir sehr leicht mich zu beschweren. Neidisch auf andere zu sehen, die ja so viel mehr haben, als ich – das kommt ganz von alleine. Was mir wirklich schwer fällt, ist dankbar zu sein. Im Englischen sagt man so schön: ‚Count your blessings‘. Zähle auf, mit was du gesegnet bist! Was du alles hast! Wie gut es dir geht! Schiele nicht auf das, was die anderen haben Es hat mir so gefallen, was in dem Psalm 4 steht, den ich gestern abend noch gelesen habe: ‚Du erfreust mein Herz, ob jene auch viel Wein und Korn haben.‘ (vs. 8) Gott will unser Herz erfreuen, mit dem was Er uns gibt und wir machen alles kaputt, wenn wir immer nur das haben wollen, was die anderen besitzen. Oder wenn wir nur danach streben, was einfach nicht dran ist für uns.
Zufrieden sein mit dem was man hat, die Lebenssituation annehmen, in der man ist. Das ist für mich eine der größten Herausforderungen, mit denen ich täglich zu kämpfen habe.
Ich habe mir nun vorgenommen, jede Woche 10 Dinge zu finden, für die ich dankbar bin – und das würde ich gerne mit dir teilen. Ich wünsche mir, dass dieses Vorhaben unsere Augen öffnet für die vielen Geschenke Gottes, die Er uns im Alltag gibt – und die wir so oft übersehen.

1. Marit hat (fast) durchgeschlafen, trotz des Zahnens.
2. Die Blumen, die ich gepflanzt habe, blühen und sehen wunderschön aus.
3. Gestern nachmittag hatte ich eine tolle und harmonische Zeit mit meinen Kindern draussen im Garten.
4. Heute früh habe ich nach dem Kiga die Hausschlüssel nicht mehr gefunden und dann doch noch im Fahrradanhänger unter den Sitzen entdeckt.
5. Gestern war unser 8. Hochzeitstag.
6. Gott hat uns drei wunderbare Mädchen geschenkt.
7. Ich habe es in dieser Woche bis jetzt geschafft, mich an den Putzplan zu halten.
8. Joela hat mir heute früh während des Zähneputzens ganz lieb über die Haare gestreichelt.
9. Die Sonne trocknet die Wäsche so herrlich schnell – und ich liebe den frischen Duft von draußen getrockneter Kleidung.
10. Frische Erdbeeren.

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