zeit nehmen

mal wieder im stress
schnell, schnell, schnell
mach weiter
trödel nicht so!
hör auf mir im gesicht rumzumachen
lass mein haar in ruhe
ich will dich doch nur schnell anziehen!

LASS DAS!

da schaue ich auf
lass meinen blick kurz auf dir ruhen
und erkenne
deine tiefe enttäuschung

mama, ich wollte doch nur dein haar aus dem gesicht streichen

eine liebevolle geste
in meiner hektik harsch beiseitegeschoben

oh, wie tut mir das leid
komm her, meine kleine!

für diese umarmung nehme ich mir jetzt zeit

zufriedenheit

ich will nicht meine zufriedenheit
in der zukunft suchen
und
ungeduldig darauf warten
dass die kinder endlich durchschlafen
und keine windel mehr brauchen

ich will nicht mein glück
auf irgendwann verschieben
wenn mein leben
in ruhigere fahrwasser kommt
und aufgeschrammte knie und schnupfennasen
der vergangenheit angehören

ich will mich nicht in die zukunft träumen
und darauf hoffen
dass in ein paar jahren
das gröbste überstanden ist
und ich mein leben dann endlich wieder genießen kann

heute
will ich jede minute in mich aufnehmen
heute
das glück in den kleinen dingen erkennen
heute
will ich dankbar sein
heute
will ich mich in gelassenheit üben
heute
will ich zufrieden sein

kraftlos

mit mühe
den tag begonnen
früh morgens schon kraftlos
deine energie
lässt mich kopfschüttelnd zurück
ich kann nicht mithalten heute
trotzdem
beginne ich den tag
auch wenn es mir schwer fällt
dir zuzulächlen
weil in mir heute der sturm tobt
du bist es wert
dass ich über meinen schatten springe
und meinen platz einnehme
und da bin
für dich

Segnen

Seit einiger Zeit versuche ich meine Kinder jeden Morgen zu segnen. Ich hatte das schon einmal angefangen vor ein paar Jahren, aber nicht konsequent gemacht und so ist es im Treibsand des Alltagsstresses untergegangen.
Aber kann ich meinen Kindern am Tagesanfang etwas wichtigeres mitgeben als den Segen Gottes? Was kann ich bedeutenderes tun, als Ihnen Seinen Schutz zuzusprechen?
So versuche ich also nun jeden Morgen ihnen kurz die Hand aufzulegen und kurz und schlicht zu sagen: ‚Ich segne Dich im Namen Jesu mit allem was du heute brauchst.‘ Manchmal fühlt es sich noch ungewohnt an und vor allem meine älteste Tochter macht da gerne ihre Faxen. Aber ich will daran festhalten, dass ich meinen Kindern nichts bessers zusprechen kann als den Segen Gottes.
Man muss ja nicht unbedingt die Hand auflegen, wenn es das Kind nicht will. Und man kann sein Kind immer segnen, auch wenn es den Segen nicht hört, wenn es z.B. schon schläft.
‚Segnen heißt ganz schlicht: ‚Ich wünsche dir, dass Gott mit dir ist und dich bewahrt. Ich wünsche dir alles Gute.‘ R. Heil

Auskosten

Vor ein paar Tagen hat mir eine andere Mutter (deren Töchter schon fast erwachsen sind) gesagt: ‚Ich habe meine Kinder ausgekostet.‘ Dieser Satz hat mich bewegt, denn mein erster Gedanke war: ‚Koste ich meine Kinder aus?‘ Was bedeutet das überhaupt? Ich habe nach Synonymen für das Wort ‚auskosten‘ gesucht und bin z. B. auf ‚wahrnehmen‘ und ‚genießen‘ gestoßen. Was für aussagekräftige Worte!
Es ist jetzt schon spät am Abend und ich frage mich: ‚Habe ich heute meine Kinder ‚ausgekostet‘? Habe ich sie genossen und wahr genommen?‘ Oder war heute wieder alles zu hektisch, zu stressig? War ich zu müde und zu genervt um die kleinen Wunder des Alltags zu entdecken? Meine große Tochter kam heute auf meinen Schoß und wollte mit mir kuscheln. Das kommt sehr selten vor, schon als Baby wollte sie eher auf Entdeckungsreise gehen, als in meinen Armen zu liegen. Und heute kam sie ohne einen ersichtlichen Grund auf meinen Schoß, kuschelte sich in meine Arme und sagte mir: ‚Ich habe Dich so lieb, Mama‘. Was für ein Gefühl! Und ich bin so dankbar, dass ich diese Minute GENOSSEN habe und WAHR GENOMMEN habe und dass in diesem Moment alles andere unwichtig war. Diese Erinnerung ist ein Schatz, der mich auch dann noch erfreuen wird, wenn meine Tochter eines Tages ihre eigenen Wege geht.
Ich möchte dich heute ermutigen, dein Kind auszukosten. Genieße es! Nimm es wahr! Lenke deinen Blick weg von allem vergänglichen, von allem in Vergleich zu deinem Kind unwichtigen und nimm diese besonderen Momente des Alltags in dir auf. Sei wie ein trockener Schwamm, der die Gegenwart deines Kindes aufsaugt wie Wasser. Es wird die Zeit kommen (und sie kommt wahrscheinlich schneller, als wir uns das vorstellen können), da werden unsere Kinder das ‚Nest‘ verlassen und dann sollen unsere Herzen gesättigt sein mit wundervollen Erinnerungen an ihre Kindheit.

Mein erster Beitrag

Seit einiger Zeit schon habe ich diese Idee einen Blog zu erstellen, wo andere Mamas jeden Tag ermutigt werden können. Durch Gedanken, Artikel, Bibelverse, Gedichte, Erlebtes usw. Ich finde in unserer Gesellschaft haben Mamas nicht viel zu lachen, erst recht nicht die, die ihr Mama-sein als Berufung ansehen und sich mit Leib und Seele in diese Aufgabe hineingeben möchten. Ich selber bin 29 Jahre alt und Mutter von drei süßen Mädchen (5, 3 und 10 Monate). Ich musste erst in die Rolle als Mama hineinwachsen und das war nicht immer einfach und manchmal habe ich heute noch das Gefühl nicht 100%ig angekommen zu sein. Es ist wahrhaftig kein einfacher Job, so vieles wird als selbstverständlich hingenommen und manchmal habe ich das Gefühl all den Aufgaben ständig hinterher zu rennen. Auszeiten sind Mangelware.
Ich war schon oft kurz davor alles hinzuschmeißen
meine Koffer zu packen und zu gehen
(ob ich es wirklich gemacht hätte, ist die zweite Frage, aber es hat sich wirklich so angefühlt).
ABER (und das ist wohl der Grund warum ich noch mit Leidenschaft Mama bin) ich darf erfahren, dass mitten im Alltagsstress, zwischen Windeln und trotzenden Kindern, Gott erscheint und mir Kraft schenkt. Ich beginne zu begreifen, dass mein Mutter-sein in Gottes Augen ein unsersetzlicher Dienst ist, dass das was ich bin und tue ‚wertvoller als Juwelen‘ ist (siehe Sprüche 31,10). Du bist ‚wertvoller als Juwelen‘, dein Dienst wird wertgeachtet.
Weil ich das nun beginne zu verstehen und meine Begeisterung über mein Mutter sein gerne mit dir teilen möchte, werde ich versuchen, so oft wie mir möglich auf diesem Blog Ermutigungen aufzuschreiben. Ich bete, dass sie bei dir ankommen und deinen Tag heller machen und deinem Mama-sein einen tieferen Sinn geben.

Das war’s für erste. Sei gesegnet und ermutigt!

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